52-Stunden-Flug: Goodbye, Abenteuer!

Neuseeland - letzter Teil Es ist vorbei. Ganze vier Monate in Neuseeland sind nun tatsächlich schon vorüber. Unglaublich, aber wahr. Auf dem Papier und in der Theorie mögen vier Monate vielleicht recht lang erscheinen, aber erst, wenn man einmal hier ist und sich an das Leben bei den Kiwis gewöhnt hat, vergeht die Zeit wie im Flug.

« »
1 von 3
  • Chris

    Check! Chris hat den richtigen Flieger nach Hause erwischt und freut sich auch ein bisschen auf Familie und Freunde.

  • Chris

    Mit Flow (l.), Guido und Anja teilte sich Chris den kleinen Camper. Manchmal gab’s auch leckeres Essen. ;)

  • Chris

    Chris ist ins Abenteuer Neuseeland gesprungen.

Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich mit einer Horde anderer Deutschen in Auckland gelandet bin. Die ersten paar Tage erschienen surreal. Ist man nun wirklich angekommen oder ist doch nur eine Illusion? Nach einigen Tagen verschwand dieses Gefühl. Man war tatsächlich da, über 18 000 Kilometer weit weg von Deutschland. Der Traum, einmal im Leben am anderen Ende der Welt zu sein, ist nun zur Realität geworden. Nun, da ich bereits zurück in meiner Heimat bin und mich der normale Alltag eingeholt hat, blicke ich zurück auf eine einfach unvergessliche Zeit.

Während der ganzen Zeit habe ich nicht nur eines der tollsten Länder der Welt bereist, sondern noch viel wichtiger, ich habe dort wirklich tolle Menschen kennengelernt und ich hoffe, dass diese Freundschaft eine lange Zeit bestehen wird. Gemeinsam mit Marcus, Rico, Flow, Maike und vielen anderen ging es nach unserem Reiseantritt kurzerhand auf die Kiwi Farm. Hostelleben, geringe Bezahlung, harte Arbeit und alles mit einer tollen Gruppendynamik. Viele Nationen kamen in Tauranga in der Bell-Lodge zusammen, um dort das große Geld zu machen. Wie naiv wir doch alle waren!

"Dirty Dancer" trifft auf "Smaug"

Mittlerweile wissen wir alle – in Bezug auf die Arbeit war es der größte Fehler, eine solch lange Zeit in der Bell-Lodge zu verharren. Kann man also sagen, dass es verschwendete Zeit war? Definitiv nein! Bisher ist der Kontakt zu vielen Freunden immer noch erhalten und ich spüre, dass es auch in Zukunft so bleiben wird. Freundschaften, die man am anderen Ende der Welt schließt, so sagt man, halten nämlich am längsten.
Nach knapp zehn Wochen nahte der große Abschied in Tauranga. Die Gruppe trennte sich und jeder ging seine eigenen Wege. Wer hätte je gedacht, dass ein Abschied so schwer werden würde? Für mich ging es aber nun auf die ultimative Reise. Die erste Zeit alleine mit Reisegefährte Guido und unserem Camper namens Smaug. Später kamen dann noch Anja mit ihrem Auto „Dirty Dancer“ und Flow zu unserer Reisegruppe dazu. Während dieser sieben Wochen haben wir es tatsächlich geschafft, einen Großteil von Neuseeland zu besichtigen. Wie man sich sicherlich vorstellen kann, verlief diese Reise nicht immer ganz stressfrei.

Sieben Wochen, vier Freunde, zwei Autos

Aber jetzt, wo man sich zu Hause die Fotos anschauen kann, weiß man, es hat sich gelohnt. Insgesamt sind wir sieben Wochen gefahren, über 8 000 Kilometer haben wir mit unserem Camper zurückgelegt und das Ganze tatsächlich ohne große Probleme. Mit vier Leuten haben wir die ganze Zeit auf engstem Raum gelebt und man kann sagen, was man will, wenn sich vier Menschen nicht untereinander gut verstehen, dann können diese sieben Wochen wirklich zu einem Höllentrip werden. Glücklicherweise war dies bei uns nicht der Fall. Wir haben uns gut verstanden und es gab nie Probleme, was nicht selbstverständlich ist. Man kann sagen: „Sieben Wochen, vier Freunde, zwei Autos und ein unvergessliches Abenteuer.“ Nun bin ich zu Hause angekommen. Wieder bin ich über 20 Stunden über den halben Globus gereist und sitze in Herten an meinem Laptop an diesem Artikel. Während ich schreibe, erinnere ich mich an das, was war.

Ich denke zurück an all die Menschen, die ich währenddessen getroffen habe, und auch an die Menschen, die mich während der ganzen Zeit von zu Hause aus mental unterstützt haben. Eine solche Reise ist meiner Meinung nach nicht möglich, wenn man sie ganz alleine durchführt. Ma braucht immer jemanden, auf den man sich verlassen kann. Sowohl vor Ort als auch in der fernen Heimat. Daher nun ein ganz großes Dankeschön an alle, die mich auf meiner Reise begleitet haben. Ohne Euch alle wäre dieses Abenteuer wohl kaum zu dem geworden, was es nun ist. Danke!

Wer nun denkt, dass ich meine ganzen Freunde aus Neuseeland nie wiedersehen werden, der hat falsch gedacht. Seit ich hier bin, probe ich schon fleißig mit meinem Family-and-Friends-Chor für unser Konzert am 4. und 5. November. Natürlich habe ich allen von meinem Chor erzählt und viele von ihnen werden aus ganz Deutschland nach Herten reisen und sich unser Konzert anschauen. Wenn man so weit gemeinsam durch Neuseeland gereist ist, dann manchen die paar Kilometer durch Deutschland einem auch nichts mehr aus.
Wer Chris in Herten mal Hallo sagen möchte, kann das tun – hier:
Familiy-and-Friends-Benefizkonzert
4./5. November, 19 Uhr
Thomaskirche
Langenbochumer Str. 435
Herten
Eintritt: 1 Euro