Blog: Unter uns

: Hoch leben die Praktikanten

Sie sind nicht zu leugnen, weil sie in allen Betrieben in diesen Tagen geradezu omnipräsent sind: die Praktikanten. Schülerinnen und Schüler, die mal in einen ihrer Traumberufe reinschnuppern wollen.

Seit gut einer Woche haben auch wir zwei junge Talente in der Redaktion, die uns bei der Arbeit über die Schulter schauen: Paulina und Erik. Paulina hat bei mir ohnehin einen Bonus, weil sie die Tochter vom Handballkollegen Mats ist und auch noch selbst Handball spielt.

Wobei ich hier weder frühere, noch aktuelle oder kommende Praktikanten benoten oder voreinschätzen will. Aber, die Natur bringt es eben so mit sich, es gibt unter den jungen Menschen, die regelmäßig bei uns auftauchen, eben mehr oder weniger aufgeweckte, mehr oder weniger interessierte und auch mehr oder weniger begabte.

So gesehen, haben wir diesmal richtig Glück gehabt, denn interessiert, aufgeweckt und begabt sind unsere Beiden durchaus. Zumindest, sobald sie die Macht über die Compurtertastatur erlangt haben und uns alten Hasen mal zeigen, wie flink man über die Tasten gleiten kann und im Internet die wichtigen Foren/Seiten/Adressen findet, von deren Existanz wir bislang gar nicht wussten.

Erik hat mittlerweile sogar unseren sprachlichen Horizont erheblich erweitern können. Erik ist Fußballer, aber das soll hier nichts zu Sache tun. Aber Erik schafft es immer wieder, völlig neue Sprachungetüme zu bilden. Einige werden mit Sicherheit demnächst Eingang finden ins "ABC des Journalismus", einer echten Fibel unserer Zunft - oder in unserer Zeitung, was ja beinahe genau so viel wert ist ;-)).

So versuchte uns Erik aufzuklären, dass es in einer Fußballmannschaft offenbar mehr oder weniger gute und mehr oder weniger wichtige Spieler gibt. Dass er sich selbst zu den absolut unverzichtbaren Kräften zählt, sei ihm gegönnt. Aber je mehr wie ihn piesackten, wen er denn nun konkret meine, umso schöner wurden die Wortgebilde.

Also: Wundern Sie sich nicht, wenn in unserer Berichterstattung demnächst die feinen Unterscheidungen auftauchen zwischen Stammspielern, Schlüsselspielern, wichtigen Stammspielern und absoluten Stammspielern. So ganz verstehe ich die Unterscheidung zwar noch immer nicht, denn gibt es auf der anderen Seite runde Bälle, noch rundere und die rundesten? Wann ist ein Tor ein Tor, oder gibt es ein Mehr-Tor, das viel mehr wert ist als ein Halb-Tor?  Wie dem auch sei: Erik schafft es mühelos, die Begriffe Stammspieler, absoluter Stammspieler, wichtiger Stammspieler und Schlüsselspieler in nur drei Sätzen unterzubringen.  

Daher Respekt, Erik: Hört sich alles gut an, was er sagt und schreibt. Gut gemacht, unser Stammpraktikant. Oder ist's gar ein Schlüsselpratikant? Und was ist dann Paulina? Eine wichtige Frage. Wenn nicht gar die absolute.    
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    8. Februar 2012, 13:51 Uhr
    Aktualisiert:
    8. Februar 2012, 14:12 Uhr