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Miniserie ab 8. Februar: Zurück in die Zukunft mit "Akte X"

Ein Eintrag von Oliver Prause

Wir schreiben den 5. September 1994: Die Pilotfolge von "Akte X" flimmert über die deutschen Fernsehbildschirme. Bis Anfang 2003 ermitteln Scully und Mulder auf ProSieben in "unheimlichen Fällen des FBI". Am 8. Februar gibt es auf dem Privatsender ein Wiedersehen mit den beiden Agenten - in Form einer sechsteiligen Miniserie. Grund für uns, mal einen Blick zurück zu werfen auf ein Stück TV-Geschichte.

  • Mystery-Krimiserie "Akte X"

    Das waren noch Zeiten: David Duchovny als FBI-Agent Fox Mulder und Gillian Anderson als seine Kollegin Dana Scully zu Beginn der amerikanischen TV-Serie "Akte X". Ungelöste FBI-Fälle, deren Spur ins Mystisch-Übersinnliche führt, beschäftigen die beiden Ermittler. Wenn konventionelle Ermittlungsmethoden versagen, wird das Duo eingeschaltet, die Fälle zwischen Realität und Übernatürlichem zu lösen. Foto: Film_ipol/dpa

Serien-Schöpfer und Drehbuchautor Chris Carter präsentierte mit den von Gillian Anderson und David Duchovny verkörperten Hauptfiguren ein Traumpaar, wie es unterschiedlicher kaum sein konnte. Auf der einen Seite die Gerichtsmedizinerin Dana Scully, die - ganz nüchterne Wissenschaftlerin - nur den vorliegenden Fakten vertraut. Auf der anderen Seite Fox Mulder, der von seinen Kollegen - wegen seines Faibles für übernatürliche Phänomene - despektierlich "Spooky" genannt wird.

Seit seine Schwester Samantha im Kindesalter auf mysteriöse Weise aus dem Elternhaus verschwand, ist der Ermittler von der Existenz von UFOs überzeugt - und stößt damit auch bei seiner neuen Kollegin in der ersten Folge "Gezeichnet" noch auf große Skepsis. Schnell wird aber auch Scully Zeuge von unerklärlichen Geschehnissen und in der zweiten Staffel sogar selbst - scheinbar wirklich von Außerirdischen - entführt. 

Faszinierende Nebenfiguren

Dass die Mysteryserie die Nation über insgesamt 202 Folgen und neun Staffeln - außerdem gab es zwei Kinofilme - vor dem Fernseher fesselte, lag aber nicht nur am perfekten Zusammenspiel ihrer Protagonisten. Auch die Nebencharaktere faszinierten die Zuschauer.

Da gab es den ständig Zigarette rauchenden, daher auch "Krebskandidat" genannten, Bösewicht, der beim FBI im Hintergrund die Strippen zog und Mulder immer dann ausbremste, wenn er wieder Beweise für eine Kooperation der US-Regierung mit "Alien-Organisationen" zu haben schien. Oder die "Einsamen Schützen", die drei Herausgeber der gleichnamigen Untergrund-Zeitung, die Geheiminformationen veröffentlichte - quasi der fiktive Vorläufer von "Wikileaks". Frohike, Byers und Langly wären "Nerds", wie sie im Buch stehen, hätte es diesen Begriff in den 1990er Jahren schon gegeben. Auf dem mühsamen Weg, die große "Verschwörung des Schweigens" in Regierungskreisen zu lüften, kamen die Tipps für Mulder aber vor allem von seinen charismatischen Informanten aus Geheimdienst-Kreisen - "Deep Throat" (der Mann mit der tiefen Stimme) sowie seinem Nachfolger "Mr. X".

Technik von vorgestern

Obwohl die Kultserie seinerzeit schon im Breitbildformat 16:9 gedreht worden war, gab es ihre neun Staffeln bisher nur als DVD-Boxen im veralteten 4:3-Format zu kaufen. Jetzt hat der produzierende US-Sender Fox aber auch in Deutschland eine komplett überarbeitete Neuauflage auf den Markt gebracht. "Akte X" erstrahlt auf BluRay in völlig neuer Bild- und Tonqualität und mutet damit fast an wie eine aktuelle TV-Produktion.

Aber eben nur fast: Spätestens, wenn die FBI-Agenten ihre riesigen Mobiltelefone zücken und dann noch eine lange Antenne herausziehen müssen, um miteinander sprechen zu können, kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen. Über 20 Jahre alte Technik sieht heute einfach lustig aus!
 - Ob Scully und Mulder in der neuen Staffel ihre "Knochen" endlich gegen moderne Smartphones austauschen, wird man ab dem 8. Februar in Deutschland sehen können. Dann startet die sechsteilige "Akte X"-Miniserie auf dem Privatsender ProSieben. 
- Die "Akte X Season 1-9 Complete Collection" ist als limitierte Edition unter anderem bei Amazon zum Preis von aktuell 249 Euro erhältlich.

 
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Oliver Prause
Oliver Prause
CvD- / Online-Redaktion

Seit 1990 im Medienhaus Bauer aktiv. Zunächst als freier Mitarbeiter im Lokalsport, dann in der Regionalredaktion und jetzt als "Onliner".

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    17. Januar 2016, 09:33 Uhr
    Aktualisiert:
    17. Januar 2016, 11:08 Uhr