Blog: Unter uns

Maziad Aloush bloggt: Bürokratie, syrisches Essen und viele Feiern

Ein Eintrag von Maziad Aloush

MARL Maziad Aloush kam im Sommer 2015 als Flüchtling aus Syrien mit seinen zwei jüngeren Brüdern nach Marl. In einem Blog für unsere Zeitung berichtet er über sein neues Leben. Mittlerweile sind seine Sprachkenntnisse so gut, dass er den Text so fast ohne fremde Hilfe auf Deutsch verfassen kann.

  • Maziad Aloush

Das Leben ist Routine geworden. Fast jeden Tag habe ich dieselben Dinge zu tun: Schule, Deutschlernen usw. Täglich versuche ich auch Kontakt zu meiner Familie in Syrien aufzunehmen.

Außerdem habe ich mich bei mehreren Einrichtungen um einen Arbeitsplatz beworben. Aber leider hat bis jetzt gar nichts geklappt, weil das Zertifikat meines Studiums in Syrien noch nicht anerkannt worden ist.

Vergangene Woche war ich bei der AWO im Ernst-Reuter-Haus in Hamm eingeladen, um syrisches Essen zu kochen. Die Leute da sind sehr nett, besonders Monika Olfs. Sie ist wie eine Mutter zu uns. Ich habe mir beim Kochen große Mühe gegeben – und am Ende ein leckeres Essen serviert.

Es gibt gute Nachrichten für meinen kleinen Bruder. Nach einem Jahr und sieben Monaten in Deutschland hat er Bescheid vom BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) bekommen. Er hat den Flüchtlingsstatus und darf drei Jahre bleiben.

Ich freue mich, dass ich in Deutschland gut aufgehoben bin – und ganz besonders freue ich mich jetzt auf die „Jahreszeit der vielen Feiern“.
 
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Mazyad Maloush
Maziad Aloush
Gast-Autor

Maziad Aloush ist 31 Jahre alt und musste aus Syrien fliehen. Der Englischlehrer ist schließlich in Marl gelandet und möchte am liebsten sofort etwas tun - wenn da nicht die Behörden wären. In seinem Blog berichtet er über seine Flucht, aber vor allen Dingen auch über seine Zeit im Kreis Recklinghausen.

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    29. März 2017, 17:16 Uhr
    Aktualisiert:
    30. März 2017, 13:56 Uhr
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