Blog: Unter uns

Blog von Maziad Aloush: Die Hoffnung auf ein Wiedersehen kehrt zurück

Ein Eintrag von Maziad Aloush

MARL Anfang Mai war die Verzweiflung groß: Die Eltern unseres syrischen Bloggers Maziad Aloush konnten nicht in die Türkei einreisen und verpassten ihren Anhörungstermin in der deutschen Botschaft in Ankara. Damit schwand die Hoffnung, sie bald in Deutschland in die Arme zu schließen. Doch jetzt gibt es wieder eine Chance.

Die Eltern bekommen einen Sondertermin im Libanon und dürfen sich am 16. Mai in der deutschen Botschaft in Beirut melden. Inzwischen seien Vater und Mutter schon aus der Provinz nach Damaskus gereist, berichtet Maziad Aloush jetzt zuversichtlich. In den Libanon dürfen sie aber erst am Tag der Anhörung.

Er schreibt:

Normalerweise stehe ich mit schlechter Laune auf, und starte mit einem Kaffee und ein paar Zigaretten in meinen Tag. Aber heute war das anders. Die Hoffnung ist wieder da, dass ich meine Eltern wiedersehen kann. Sie haben einen Anhörungstermin in der deutschen Botschaft im Libanon bekommen. Er ist Mitte Mai.

Ich möchte mich bei allen Freunden bedanken, die uns geholfen haben oder ihre Daumen für uns gedrückt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass meine Eltern kommen können, ist gestiegen - ich würde sagen auf 50 Prozent. Jetzt bitte ich alle Marler, uns weiter die Daumen zu drücken.

Übrigens habe ich den Tag der Arbeit gefeiert. Er ist hier ganz anders als bei uns in Syrien. Am Wochenende war ich beim 35. Weinfest in Hüls. Es war ein sehr lustiger Abend und die Begleiter waren auch sehr nett. Auch die Eröffnung des Biergartens in der St Barbara Kirche war trotz des schlechten Wetters ganz gut und es war fast voll. Es gab leckere Bier und leckeres günstiges Essen so wie im vergangenen Jahr.

Ich wundere nicht über die gute Beziehung der Deutschen zu Bier. Deutsches Bier ist super lecker - ich werde ein anderes Mal einen Blog darüber schreiben.
 
 
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Mazyad Maloush
Maziad Aloush
Gast-Autor

Maziad Aloush ist 31 Jahre alt und musste aus Syrien fliehen. Der Englischlehrer ist schließlich in Marl gelandet und möchte am liebsten sofort etwas tun - wenn da nicht die Behörden wären. In seinem Blog berichtet er über seine Flucht, aber vor allen Dingen auch über seine Zeit im Kreis Recklinghausen.

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    5. Mai 2017, 18:43 Uhr
    Aktualisiert:
    5. Mai 2017, 18:46 Uhr
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