Extrem-Wandern: Megamarsch: 100 Kilometer in 24 Stunden - und das zu Fuß. Ich mache mit!

RUHRGEBIET 100 Kilometer in 24 Stunden wandern – das passiert beim „Megamarsch“: einer organisierten Extrem-Wanderung, die am 27. Juli einmal rund ums Ruhrgebiet führt. Ich habe mich angemeldet und berichte in den kommenden Wochen an dieser Stelle, wie die Vorbereitung läuft.

  • Megamarsch

    Wandern im Ruhrtal - die perfekte Trainingsumgebung. Foto: Stephan Rathgeber

Als ein Freund mich fragte, ob ich Lust hätte, 100 Kilometer mit ihm und einer Freundin zu wandern, wusste ich nicht, welche Herausforderung auf mich warten würde. Also meldete ich mich für den Megamarsch an. Dabei handelt es sich um eine geführte Wanderung durch das Ruhrgebiet: von Essen über Bottrop, Oberhausen, Duisburg, Mülheim, Kettwig bis zurück nach Essen. Maximaldauer: 24 Stunden. Eine Karte der Strecke lässt sich online einsehen:



Also Attacke! Vor rund drei Wochen startete ich voller Elan in die Wander-Vorbereitung. Eins vorweg: Ich bin nicht unsportlich. Viermal wöchentlich gehe ich ins Fitnessstudio und auch Dauerlauf ist mir als ehemaliger Halbmarathoni nicht fremd. Doch mit welchen Anstrengungen das Gehen, bzw. Wandern verbunden ist, wurde mir erst bei der ersten Trainingseinheit klar: 15 Kilometer durchs wunderschöne Ruhrtal in Witten.
 


Obenstehendes Instagram-Foto von mir entstand nach rund drei Kilometern. Zum Ende des Laufs konnte ich nicht mehr lächeln: Die Beine machten zu, am nächsten Tag hatte ich einen Gesäß-Muskelkater vom Allerfeinsten. Immerhin: In einer zweiten Gehrunde, Mitte vergangener Woche, ging es mir nach 12,5 Kilometern ganz passabel.

Ein viel größeres Problem ist für mich aber der Zeitfaktor in der Vorbereitung: Den ersten 15-Kilometer-Marsch habe ich in 2:21 Stunden absolviert. Vor dem Event am 27. Juli möchte ich zumindest einmal die 50er-Marke knacken - und hierfür werde ich acht bis zehn Stunden einplanen müssen. Als Vollzeit-Angestellter kann man so viel Zeit nicht herbeizaubern. Deshalb spekuliere ich auf die kommende Woche: An zwei Tagen habe ich frei  - hier wird zumindest mal die 30-Kilometer-Marke in Angriff genommen.

Schuhwerk und Packliste

In den kommenden Tagen muss ich mich darüber hinaus mit dem richtigen Schuhwerk befassen. Die ersten Läufe habe ich in ausgelatschten Turnschuhen absolviert - was aber erstaunlicherweise ohne Blasen sehr  komfortabel über die Bühne ging. Dennoch sollte ich damit nicht an den Start gehen. Im offiziellen Megamarsch-Blog wird empfohlen, die Schuhe an den Untergrund und die Strecke anzupassen. Das Ruhrgebiet ist relativ flach und ich rechne mit größtenteils asphaltierten Wegen. Daher werde ich wohl auf Laufschuhe setzen, da sie deutlich leichter sind als Wanderschuhe. Auf 100 Kilometern kann das ein wichtiger Faktor sein.

Auch die Verpflegung ist ein wichtiges Thema. Beim Megamarsch werden nach allen 20 Kilometern Stationen mit frischem Wasser und ordentlich Kohlenhydraten (Obst, Müsliriegel...) für die Energiezufuhr vorgehalten. Im Training muss ich mich selbst organisieren. Beim ersten Gang haben sich Nussecken bewährt, um schnell wieder "Kohlen in den Ofen" zu schmeißen. Frisches Wasser beschwert zwar den Rucksack, simuliert aber sehr gut weiteres Gepäck, das ich erst beim Megamarsch benötigen werde. Hier werde ich mir unter anderem noch eine Powerbank, Blasenpflaster, eine Stirnlampe und vielleicht ein zweites Paar Schuhe einpacken. 

Kommende Woche werde ich dann über die nächsten Trainingsläufe berichten. Ich bin gespannt. 

In einem weiteren Lauf bin ich in München mitten ins Unwetter gelaufen
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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    23. Mai 2019, 18:07 Uhr
    Aktualisiert:
    11. Juni 2019, 13:34 Uhr