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Bachelor-Prüfung überlebt: Auch ein Studium endet irgendwann

Ein Eintrag von Annika Mittelbach

Marl "Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Bachelor-Prüfung". In meinen Ohren rumst es laut. Das war kein Stein, das war ein riesiger Felsbrocken, der mir da vom Herzen gefallen ist. Meine Prüferin redet weiter, doch ich höre ihr kaum noch zu. Vor meinem geistigen Auge tun sich die ganzen Dinge auf, auf die ich in den letzten Wochen verzichtet habe. Serien schauen, Sport machen, ein soziales Leben pflegen. Yes!

Aber diese Prüfung ist anders, sie bedeutet das Ende meines Studiums. Zumindest in meinem einen Fach: Medienwissenschaften. Und ich so: doppelt yes! Medienwissenschaften ist an sich ein schönes Fach. Man sitzt in der Regel mit coolen Leuten zusammen und auch die Dozenten sind eigentlich durch die Bank ziemlich entspannt. Serienjunkies und Filmfans - da kann man sich schon wohlfühlen. Aber so richtig wissenschaftlich kommt man sich nicht vor, wenn man im Seminar über "Breaking Bad" und "Lost" philosophiert.

Außerdem gab es zu Beginn jeder Veranstaltung eine dermaßen nervtötende Diskussion, die sich jedes Mal darum drehte, was für einen Medienbegriff wir eigentlich zugrunde legen. Es gab Zeiten in meinem Studium, da hätte ich meine pazifistische Grundhaltung über Bord geworfen, nur um jemanden zu strafen, der diese nämliche Frage noch im fünften Semester stellte. Doch nun ist es vorbei. Das Spiel ist aus! Der Abspann ist gelaufen. Jetzt darf ich in meinem anderen Fach noch die schriftliche Arbeit ablegen und dann hab' ich auch schon meinen ersten akademischen Abschluss in der Tasche. Damit darf ich dann endlich auch zu Elitepartner. Der einzige Grund, studieren zu gehen...
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Annika Mittelbach
Annika Mittelbach
Redaktion Scenario

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    22. Januar 2016, 12:08 Uhr
    Aktualisiert:
    22. Januar 2016, 12:59 Uhr