Blog: Unter uns

Ellen liegt flach: Bettruhe statt Städtetrip

Ein Eintrag von Ellen Jost

Recklinghausen Schnupfen, Husten, Trostlosigkeit. Mit diesen Worten füllte ich bereits den einen oder anderen Blogeintrag. Und schon wieder bin ich krank. Alle Jahre wieder kommt es, das Bakterium, will nicht gehen sondern vermehrt sich.

Die verstopfte Nase macht, dass meine Gedanken, die ohnehin gerne in meinem Kopf Karussell fahren, sich wie wild drehen. Wer schon mal zu oft und lang auf einem Schreibtischstuhl um die eigene Achse rotiert ist, erahnt, wie sich das anfühlt. Warum immer ich? Warum ausgerechnet krank werden, wenn die freien Tage beginnen?

Jetzt, beim gefühlt zwanzigsten Mal, als der feine Sprühnebel des Nasensprays mich wieder frei durchatmen lässt, wird es mir klar. Der Perfektionist in mir nimmt im Urlaub das ganze Verantwortungsbewusstsein von meinen Schultern und legt es in den Kleiderschrank, an den Platz, der normalerweise vom Reisekoffer besetzt ist. Der volle Koffer steht im Flur, bereit, mit mir eine neue Stadt zu entdecken. Das Loslassen vom Alltagsstress gelang bereits beim Packen und da war auch endlich Zeit, auf meinen Körper zuhören. Der ist beleidigt, weil man ihn so lange ignoriert hat, steckt mit dem Bazillus unter einer Decke und macht mir bei meinem Urlaubsvorhaben einen Strich durch die Rechnung. Statt Relaxen in den Ferien heißt es nun Bettruhe daheim. Bis zu den Weihnachtsfeiertagen muss ich mich wohl in Achtung gegenüber mir selbst üben. Sonst liege ich Heiligabend wieder flach.
 
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Ellen Jost
Ellen Jost
Redaktion Datteln / Scenario

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    2. November 2017, 15:41 Uhr
    Aktualisiert:
    2. November 2017, 15:44 Uhr