Blog: Unter uns

Fleisch-Diskussion: Mehr Toleranz am Grill

Ein Eintrag von Ellen Jost

Recklinghausen Fleisch essen oder nicht? Dies ist seit längerer Zeit eine bedeutende Frage, die sich vor allem meine Generation stellt. Veggie-Schnitzel oder Spanferkel, Käsetoast oder Salamibrötchen? Wer was isst, ist mittlerweile ein Ausdruck von Persönlichkeit.

Da kommt es zu regelmäßigen Diskussionen vor dem Grill, wenn der Vegetarier sein Gemüse und Grillkäse zuerst geröstet haben will. Der Fleischkonsument steht mit dem saftig-triefenden Steak, bereits aufgespießt auf der Grillgabel, empört daneben und kann die „Pflanzenfresser“ nicht verstehen.
Der eine ist vom „Tiertöter“ genervt, dass er sich vor ihm entschuldigen muss - und kein Verständnis erfährt.
Den anderen macht es verrückt, dass sich einige Vegetarier mit dessen fleischlosen Ernährungsweise profilieren und es jedem auf die Nase binden müssen.

Ich frage mich, warum die Fronten zwischen den beiden Parteien so verhärtet sind?
Haben sich mittlerweile auf der einen Seite die Veganer und Vegetarier zusammengeschlossen, die das Nicht-Fleisch-Essen als hippen Lifestyle, ja schon fast als Kult abfeiern? 
Und stehen da auf der anderen Seite die Karnivoren (die fleischfressenden Pflanzen ;)), die sich rechtfertigen, aber auch provozieren wollen und deshalb das Fleischessen so richtig zelebrieren? 

Ich als Teenager habe vier Jahre lang kein Fleisch gegessen, tue es mittlerweile wieder und wünschte mir von beiden Seiten mehr Toleranz.
 
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Ellen Jost
Ellen Jost
Redaktion Datteln / Scenario

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Juli 2017, 14:53 Uhr
    Aktualisiert:
    3. Juli 2017, 14:56 Uhr