Blog: Unter uns

Im Guten auseinandergehen: Schluss machen - mit der Freundin

Ein Eintrag von Ellen Jost

Recklinghausen Als Kindergartenkinder habt Ihr aus Sand die besten Torten gebacken. In der Schule habt Ihr Butterbrot und Diddl-Blätter geteilt. Als pubertäre Zicken seid Ihr durch die Stadt gezogen, wolltet die Welt und vor allem die Jungs erobern. „Beste Freundinnen für immer!“, so hieß es. Doch Zeit vergeht und Menschen verändern sich. Die Vorstellung, ich wäre noch heute mit meinem ersten Freund zusammen, bringt mich zum Lachen. Bei ihm und weiteren Liebschaften kam irgendwann der Punkt, Schluss zu machen.

Klar war das nicht immer schön und einfach aber notwendig. Vonnöten wäre es auch, mit der einen oder anderen Freundin, die man schon ewig kennt, die Beziehung zu cutten. Wenn man nichts mehr gemeinsam und sich in unterschiedliche Richtung entwickelt hat, wäre Schlussmachen angebracht?! Doch wie soll das funktionieren? Der tröstende Satz: "Wir können ja Freunde bleiben!" fällt schließlich weg, denn eben das will man nicht.
Eine feige Alternative wäre, die Freundschaft im Sande verlaufen zu lassen, sich nicht mehr melden oder ständige Ausreden erfinden, warum man keine Zeit hat.

Man muss, wie auch in einer Liebesbeziehung überlegen, ob die positiven oder die negativen Dingen der Beziehung überwiegen und letztlich mutig eine Entscheidung treffen. Fällt diese gegen die Freundschaft aus, mag die Phrase : "Ich mach Schluss mit dir" für viele unpassend sein. Wenn man jedoch Worte wählt wie: "Die Freundschaft zu dir tut mir nicht mehr gut" behält man seine Würde, ist authentisch und kann im Guten auseinandergehen.
 
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Ellen Jost
Ellen Jost
Redaktion Datteln / Scenario

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    9. Juni 2017, 13:24 Uhr
    Aktualisiert:
    9. Juni 2017, 13:29 Uhr