Blog: Unter uns

Reingehört: Ein Song für Papa

Ein Eintrag von Ellen Jost

Datteln Im Radio verfolgt mich ein Song seit Tagen. „Oft gefragt“ von der Newcomerband AnnenMayKantereit. Die Härchen auf meiner Haut stelle sich kerzengerade auf.

Mein Herz fängt schnell an zu pochen und ich kann nichts anderes tun, als der rauchigen Stimme und den Worten des Sängers Henning May zu lauschen: „Du hast dich oft gefragt, was mich zerreißt? Ich wollte nicht, dass du es weißt“. Er singt vom harten Kampf des Großwerdens, von Phasen, in denen man sich von den Eltern entfernt.
Letztlich aber macht er im Lied seinem Vater eine Liebeserklärung und sagt danke: „Bist mitten in der Nacht wegen mir aufgewacht, ich hab' in letzter Zeit zu oft daran gedacht“.
Ich fange an zu grübeln und erkenne mich in den Songzeilen wieder. Zugleich guckt mir das schlechte Gewissen über die Schulter und flüstert mir ins Ohr, dass ich meinen Eltern und das, was sie für mich getan haben, für selbstverständlich angesehen habe. Auch heute sag' ich viel zu selten danke  und vor allem erzähle ich ihnen nie, was sie mir bedeuten. Ich möchte deshalb noch einmal Henning May zitieren: „Hab' keine Heimat, ich hab nur dich, du bist zu Hause für immer und mich“.
 
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Ellen Jost
Ellen Jost
Redaktion Datteln / Scenario

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    27. Oktober 2015, 12:42 Uhr
    Aktualisiert:
    27. Oktober 2015, 12:45 Uhr