Philippe Jordan: Erfolgreiches Debüt in Paris

15. November 2009 12:44

Paris (dpa). Der Schweizer Philippe Jordan hat erfolgreich sein Debüt als Chefdirigent der Pariser Oper gefeiert. Mit viel Applaus und Bravo-Rufen wurde der 35-Jährige am Samstagabend in der Pariser Oper Bastille für seine Interpretation von Richard Strauss «Alpensinfonie» gewürdigt.

Jordan war 2007 zum neuen Musikdirektor an der Pariser Oper nominiert worden. Unter der Intendanz von Gérard Mortier (2004-2009) hatten ausschließlich Gastdirigenten das 174-Musiker zählende Pariser Opern-Orchester geleitet. Nicolas Joel hatte Mortier im Juni abgelöst.

«Eine musikalische Leitung ist der Grundstein jedes Opernhauses, denn das Theater ernährt sich im Wesentlichen von Musik», erklärte Jordan, der zeitgleich erster Gastdirigent der Berliner Staatsoper Unter den Linden ist. Neben der nuancenreichen Interpretation des monumentalen und spektakulären Werks von Strauss, das eine Bergwanderung beschreibt, stellte der Pultstar auch sein Können im zeitgenössischen Musikrepertoire unter Beweis. Zusammen mit der in Stuttgart geborenen Geigerin, Isabelle Faust, die zu den gefragtesten Violinistinnen der Gegenwart gehört, präsentierte er das Violinkonzert von György Ligeti (1923-2006).

Jordan, Sohn des Dirigenten Armin Jordan, war Chefdirigent des Grazer Philharmonischen Orchesters und des Grazer Opernhauses. Dort leitete er unter anderem viel beachtete Produktionen wie «Parsifal» (Richard Wagner), «Otello» (Giuseppe Verdi) und «Don Carlos» (Giuseppe Verdi).

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