Das Gemälde 'Two Women', (1992) von Lucian Freud in London. Foto: Andy Rain
Ausgewählt wurden Arbeiten Freuds aus den Anfangsjahren bis hin zu seinem letzten, unvollständig gebliebenen Gemälde. Eröffnung war am 9. Februar, die Schau dauert bis zum 27. Mai. Schon vor der Eröffnung feiern Kunstkritiker die Ausstellung als ein Erlebnis.
«Ich wollte in meinen Bildern immer Drama schaffen, deshalb male ich Menschen», sagte Freud selber einmal. «Die einfachsten menschlichen Gesten erzählen Geschichten.» An Dramatik mangelt es seinen Bildern nicht. Wulstige Hautberge, durchscheinende Adern, herausstechende Knochen - manche von Freuds Porträts sind nicht leicht anzuschauen. Gleichzeitig aber schwingt oft auch etwas Liebevolles mit in seinen Darstellungen.
Freud malte vor allem Freunde, Bekannte, Familienmitglieder, die stundenlang für ihn Modell saßen. Die Ausstellung wirft den Fokus auf bestimmte Gruppen von Modellen und will unter anderem einen Überblick über die stilistische Entwicklung Freuds geben. Dafür wurden mehr als 100 Werke aus Museen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt zusammengetragen.
Freud war im Juli 2011 im Alter von 88 Jahren in London gestorben. Er kam in Berlin zur Welt, flüchtete aber 1933 mit seiner Familie vor den Nazis nach Großbritannien. Seit 1939 war er britischer Staatsbürger.





