ICKERN Es geht das Gerücht um, die Justizvollzugsanstalt Meisenhof werde bald einen Stargast beherbergen. Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet jetzt, dass der wegen Bestechlichkeit und Betrug verurteilte Essener Chirurg Prof. Dr. Christoph Broelsch wohl in den offenen Vollzug nach Castrop-Rauxel eingewiesen werde.
Christoph Broelsch vor Gericht.
Christoph Broelsch vor Gericht.
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Christoph Broelsch vor Gericht.
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Der Krebsmediziner Christoph Broelsch wurde wegen Bestechlichkeit und Betrug verurteilt.
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„Ich habe davon nichts gehört“, erklärte Meisenhof-Leiter Ralf Bothge auf Anfrage. Es sei aber durchaus möglich, dass der namhafte Chirurg im offenen Vollzug lande. Festgelegt werde das aber in einem Vollstreckungsplan. Dafür werde generell geprüft, ob ein Verurteilter die Voraussetzungen für einen offenen Vollzug erfülle.
Der Transplantations-Chirurg war Leibarzt von Bundespräsident Johannes Rau. Verurteilt wurde er wegen vermeintlicher Geschäfte mit Todkranken. Er soll Krebspatienten angeboten haben, sie gegen eine „freiwillige Spende“ früher und persönlich zu behandeln. Broelsch hat Revision beim BGH eingelegt.
Keine Sonderbehandlung
„Auch, wenn er zu uns käme, gäbe es für ihn keine Sonderbehandlung. Wir haben keine Promi-Zellen“, sagt Ralf Bothge und fügt hinzu: „Prominente laufen hier durch wie ganz normale Menschen auch.“ Und das heißt: Urlaub nur am Wochenende und in der Woche auch mal mit der Schippe in der Hand arbeiten.