Vier "Stolpersteine" aus Messing, sind vor dem Amtsgericht Altona in Hamburg zu sehen.
Stolpersteine gibt es in ganz Europa
Das 1990 initiierte Stolperstein-Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig hat europaweit eine neue Dimension der Erinnerungskultur an die deportierten und ermordeten Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft eröffnet. Demnig setzt mit eigener Hand an den letzten freiwilligen Wohnorten von Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, politisch und anderweitig Verfolgten Steinquader in Bürgersteige, Plätze und Straßen. In jeden Stein ist eine gravierte Messingplatte eingelassen. versehen mit Namen und Lebensdaten der Opfer.
Ein Stein kostet 95 Euro. Das Geld soll durch Spenden von Privatpersonen aufgebracht werden. Ein vom Stadtjugendring verwaltetes Konto wird in Kürze eingerichtet. Wie viele NS-Opfer es in Castrop-Rauxel zwischen 1933 und 1945 tatsächlich gegeben hat, ist aufgrund der häufig unsicheren Quellenlage ungewiss. Stadthistoriker Dietmar Scholz gibt die Zahl der Juden, die zwischen 1933 und 1942 hier gelebt haben, mit 160 an.





