Wachwechsel bei E.ON: Kraftwerks-Chef geht nach Holland

Von Joachim Schmidt am 20. März 2012 12:48

DATTELN. 13 Jahre lang war er der Chef im alten E.ON-Kraftwerk. Auch den Neubau, Datteln 4, sollte Matthias Hube übernehmen. Doch daraus wird nichts. Hube bestätigte gestern, dass er in die Niederlande wechselt.

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Matthias Hube

Dort übernimmt der gebürtige Hannoveraner, der in Olfen wohnt, den Chefposten im neuen E.ON-Kraftwerk Maasvlakte im Hafen von Rotterdam. Ein Kraftwerk, das – anders als Datteln 4 – wohl 2013 ans Netz geht.

Mit den genehmigungsrechtlichen Problemen des Neubaus in Datteln oder der am Jahresende möglicherweise auslaufenden Betriebserlaubnis der alten Kohleblöcke habe sein Wechsel aber nichts zu tun. Vielmehr sagt Hube, er wollte „nicht in Datteln in Rente gehen“.  Das Kraftwerk bei Rotterdam zu übernehmen, sei eine neue Herausforderung, auf die er sich freue.

Einen Nachfolger von Hube für die Leitung des Altkraftwerks hat E.ON bereits be-nannt: Josef Ewering, geborener Rekener, seit Jahren Service-Bereichsleiter am Kraftwerk Scholven und nebenamtlicher Geschäftsführer des Gemeinschaftskraftwerks Veltheim, wird ab 1. Mai Chef der „Kraftwerksgruppe West 2“ mit den Altanlagen Shamrock, Knepper und Datteln.

Einen Nachfolger für Hube als designierten Chef des Kraftwerksneubaus hat E.ON nicht benannt. Aber mit dieser Personalie kann sich der Konzern – wenn auch nicht freiwillig so gewählt – wohl etwas Zeit lassen.

Der Frage, ob er sich vorstellen könnte, Datteln 4 später doch noch mal zu übernehmen, weicht Hube derweil aus: „Ich habe nun einen neuen Karriereschritt begangen und werde mich ganz der Verantwortung widmen – immer im engen Austausch mit den Dattelner Kraftwerks- und Neubau-Kollegen.“

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