Auf dem Wesel-Datteln-Kanal geht so gut wie nichts mehr.
Produktion gedrosselt
„Der Chemiepark Marl hat seine Produktion gedrosselt“, sagt Katharina Simon von der Pressestelle. Infracor hat als Betreiber von Tanklagern und Umschlaganlagen für Schiffe und Eisenbahnkesselwagen sowie Straßentankwagen und Containern seine Transporte schon jetzt vermehrt vom Binnenschiffsverkehr auf Schiene und Straße und das Rohrfernleitungsnetz verlagert. Aber all diese Maßnahmen kompensieren nicht den Schiffstransport. „Wir haben Vorräte für zehn Tage gehortet“, bestätigt Katharina Simon auf Nachfrage, dass es danach zu weiteren Einschnitten innerhalb der Produktion kommen wird.
Fünf bis 14 Zentimeter dicke Eisschicht
Die Eisdicke auf der Wasserstraße bewegt sich zwischen 14 Zentimetern in Hünxe und fünf Zentimetern in Flaesheim und Datteln. Eisschollen haben sich oberhalb von Flaesheim auch schon übereinander geschoben und sind nach Messungen schon bis zu acht Zentimeter stark. Bis zum gestrigen Nachmittag hatte es ein 110 Meter langes beladenes Motorschiff nicht geschafft, in Hünxe zu wenden, um über Dorsten, Flaesheim, Datteln und den Rhein-Herne-Kanal wieder Richtung Rhein fahren zu können.
In Marl wollte man sich jedenfalls mit dem Be- und Endladen des Schiffes beeilen, damit es noch über den Umweg den Rhein erreichen kann, hatte Dr. Arndt Glowacki, verantwortlich für den Hafenbetrieb, gegenüber der Pressestelle erklärt.








