Berufliche Richtung: Schüler erhielten Orientierungshilfe

Von Florian Wilms am 09. Februar 2012 17:31

HALTERN. Eine Orientierung, welche berufliche Richtung am besten passt, gab das Institut für Bildungs- und Karriereberatung Lutz Thimm etwa 140 Schülern der Stufen 11 und 12 des Joseph-König Gymnasiums.

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Ein Bild von einem Analysegespräch mit Tobias Hillmann (Stufe 12) und Lutz Thimm im Hintergrund.

„Eine Orientierung für die Berufs- und Studienwahl“, sollten die 140 Schüler der Stufen 11 und 12 des Joseph-König-Gymnasiums erhalten.

Mit gut 9000 Euro unterstützte die Stadtsparkasse die Potenzialanalyse durch das Institut für Bildungs- und Karriereberatung Lutz Thimm. Die Hörsäle platzen aus allen Nähten, die Zulassungsbeschränkungen werden schärfer – im Kontrast dazu fehlen in vielen Ausbildungsberufen qualifizierte Bewerber.

„Gute Gründe, sich rechtzeitig mit der Frage zu beschäftigen, was ich nach der Schule machen möchte“, erklärt Volker Willner von der Stadtsparkasse Haltern.

Vor gut einem Monat war das Team um Lutz Thimm am Gymnasium und führte die Analyse durch. In kleineren Gruppen mussten die Schüler verschiedene Aufgaben bewältigen, um ihr Verhalten in der Gruppe analysieren zu können. „Wer nimmt eine führende Rolle ein, wer bringt seine Ideen gut ein, wer verkauft die Idee gut“, nennt Thimm nur ein paar Kriterien.

Männer eher chaotischer

„Bei der Aufgabe, eine Brücke zu bauen, erwiesen sich die Männer eher als chaotischer und die Frauen als kreativer. Die Männer konnten das Ergebnis jedoch am Ende besser verkaufen“, gibt Thimm einen kurzen Einblick.

Alles wird genau beobachtet und schriftlich festgehalten, um es später auswerten zu können. Bei einem Wissenstest, der das Allgemeinwissen auf den Prüfstand stellte, schnitten die Schüler des Halterner Gymnasiums besonders gut ab. Ein Platz in den Top-Ten sprang am Ende im bundesweiten Vergleich raus.

In dieser Woche bekamen die Schüler die Ergebnisse ihrer Potenzialanalyse in einem halbstündigen Gespräch in der Stadtsparkasse mit ihren Eltern erklärt. Dabei wird kein spezieller Beruf genannt, sondern eine Orientierung, verschiedene Perspektiven aufgezeigt.

Weiterbildung nach der Schule

„Wir sagen nicht: ’Du wirst Architekt‘, sondern geben eine gewisse Orientierung“, erläutert Lutz Thimm das Ziel der Analyse. Die Ergebnisse wurden mit den Einschätzungen der Schüler, die zuvor einen Bogen ausfüllten, verglichen und die Möglichkeiten der Weiterbildung nach der Schule wurden besprochen.

„Dadurch wollen wir den Schülern Möglichkeiten darlegen. Das kann sowohl motivieren als auch demotivieren“, erzählt Thimm und fügt hinzu, dass es in einigen Studienfächern „brutal“ auf die Noten ankomme.

Von einem Auslandsjahr nach dem Abi hält Thimm nichts. „Manche wollen dem großen Andrang entfliehen. Doch bis sich der durch den Doppeljahrgang größere Andrang gelöst hat, kann es gut 10 Jahre dauern“, so Thimm. Sein Tipp: „Früh informieren und immer einen Plan B parat haben.“

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