Diese beiden Damen kamen im Lavesumer Diätrestaurant zu dem Schluss: "Nix essen kann ich auch zu Hause."
Die Theatergruppe Lavesum startete hier eine närrische Rakete nach der anderen und wurde erst nach riesigem Applaus entlassen. Die intensiven Proben seit Ende des letzten Jahres haben sich gelohnt.
Bevor im Diätrestaurant auf der Bühne der erste Löffel im Tomatensüppchen mit Sahnehaube landete, wurden die Stühle gegen Gymnastikbälle getauscht. „Drupp setzen und hüppen, so viel de kannst“, lüftete sich das Geheimnis um den Weg zur Modelfigur.
Sketche und Pointen
Ohne Bewegung keine Mahlzeit, doch wie das Besteck zum Mund führen, wenn der Hintern keine Ruhe findet? „Nix essen kann ich auch zu Hause“, sagt die eine Freundin zur anderen am Schluss. Also leider keine neue Erkenntnis. Wer schön sein will, muss eben doch „lieden oder siene Pündkes beholten.“
Kaum blieb den Gästen im Saal bei „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens Zeit für das eigene Stück Torte, das von Helferinnen der KFD gereicht wurde. Schlag auf Schlag hagelte es Sketche und Pointen, auf die Elke Hagedorn mit Esprit vorbereitete („Perfekte Männer gibt es an jeder Ecke´, sagte Gott und formte die Welt rund“).
Augenzwinkernd umkreisten zwei Wartende an der Bushaltestelle Antoniushaus die Frage „Wer war Schiller?“ Die eine auf dem Weg, Schillers Schreibtisch zu erwerben („Der hat antiken Wert. Auf ihm hat er Maria Stuart bearbeitet“). Die andere entsetzt. Kein Wunder, denn auch „Die Räuber“ sind ihr kein Begriff („Sind das die vom Finanzamt?“).
Neben „Seniorstar“ Pastor Werner Schröder trat überraschend auch Till Eulenspiegel (Pfarrer Martin Ahls) in die Bütt, der dafür tosenden Beifall erhielt.
Mit einem furiosen Finale endete der bunte Nachmittag im Pfarrheim. Zuvor war sogar eine Dame auf der Bühne in Ohnmacht gefallen... . Die nächsten Aufführungen finden am Freitag (10.2.) um 19 Uhr und am Sonntag (12.2.) um 18.30 Uhr statt. Karten gibt es noch an der Abendkasse.








