Das 700.000 Euro-Projekt
Vor rund 40 Jahren wurde auf der Quelle des Wiesenbachs am Rand des Landschaftsschutzgebietes Ried ein Regenrückhaltebecken aus Beton errichtet. Dort hinein fließt das Scherlebecker Regenwasser – und bei starken Niederschlägen auch Schmutzwasser aus den Haushalten.
Heute gilt so etwas als Öko-Frevel. Daher musste die Stadt Herten ein neues Becken bauen. Die etwa zwei Meter tiefe Mulde soll später mal einem naturnahen Biotop ähneln. Sie „schluckt“ 3.400 Kubikmeter Wasser. 700.000 Euro sind für das Projekt veranschlagt.
Das neue Becken soll vor allem bei starkem Regen zum Tragen kommen. Normalerweise transportiert die Kanalisation das Scherlebecker Abwasser zur Kläranlage nach Westerholt. Sind die Leitungen jedoch überlastet, gelangt das Abwasser aus den Haushalten – verdünnt mit Regenwasser – in die neue Mulde und versickert dort langsam.
Das neue Becken soll vor allem bei starkem Regen zum Tragen kommen. Normalerweise transportiert die Kanalisation das Scherlebecker Abwasser zur Kläranlage nach Westerholt. Sind die Leitungen jedoch überlastet, gelangt das Abwasser aus den Haushalten – verdünnt mit Regenwasser – in die neue Mulde und versickert dort langsam.
Bei Anwohnern ist das Projekt umstritten. Sie fürchten unter anderem eine Vergiftung des Grundwassers durch versickernde Schadstoffe.