Wie angekündigt

Neonazis ziehen durch die Stadt

von Robert Klose am 06. Februar 2010 15:25

MARL. Viele Bürger hatten wohl damit gerechnet, dass der angekündigte Aufmarsch ultrarechter Demonstranten nicht stattfinden würde, nachdem der Sexualstraftäter H. das Stadtgebiet verlassen hat. Ein Irrtum.

Ausgerüstet mit der ehemaligen deutschen Reichsflagge, Fantasie-Fahnen und weiterem Zubehör machten sich die Ultrarechten auf den Weg durch Drewer und Marl-Mitte. An einigen Stelle, hier an der Ecke Rappaport-/Lassallestraße stoppten sie zu kurzen Kundgebungen.

Ausgerüstet mit der ehemaligen deutschen Reichsflagge, Fantasie-Fahnen und weiterem Zubehör machten sich die Ultrarechten auf den Weg durch Drewer und Marl-Mitte. An einigen Stelle, hier an der Ecke Rappaport-/Lassallestraße stoppten sie zu kurzen Kundgebungen.

Ausgerüstet mit der ehemaligen deutschen Reichsflagge, Fantasie-Fahnen und weiterem Zubehör machten sich die Ultrarechten auf den Weg durch Drewer und Marl-Mitte. An einigen Stelle, hier an der Ecke Rappaport-/Lassallestraße stoppten sie zu kurzen Kundgebungen.
Wie angekündigt, sammelten sich die fast ausschließlich jugendlichen und fast ausschließlich männlichen Demonstranten auf der neuen Forumsplatte, umringt von zahlreichen Einsatzkräften der Polizei, die aus Münster, Gelsenkirchen, Gladbeck und anderen Städten in Marl-Mitte zusammen gezogen worden waren.

Nach kurzer Einweisung durch den Antragsteller der Demonstration (verboten waren NS-Abzeichen, schwarze Springerstiefel, Plakate mit verfassungsfeindlichen Parolen etc. etc.) setzte sich der etwa 170 Personen starke Demonstrationszug in Bewegung, stets umringt und beobachtet von starken Polizeikräften.

Die Autonomen und eine Handvoll Bürger folgten der genehmigten Demonstrationsroute über die Bergstraße, die Rappaportstraße und die Kampstraße zum Lipper Weg, von dort zurück nach Marl-Mitte. An der Ecke Rappaport-/Kampstraße kam es dabei zu einem Zwischenfall. Rund 30 Personen, vermutlich dem äußerst linken politischen Spektrum zuzuordnen, griffen die ultrarechten Demonstranten mit Feuerwerkskörpern an. Nach Auskunft der Polizei wurden diese Personen erfasst und vorläufig festgenommen. Die Beamten stellten ihre Personalien fest. Diese Angreifer müssen jetzt mit Strafverfahren rechnen.

Friedlich blieben hingegen rund 50 Gegendemonstranten, die auf der Forumsplatte für ein Verbot faschistischer Organisationen warben. Wiederum nach Angaben der Polizei wurde bei der Demonstration niemand verletzt, es gab auch keine nennenswerten Sachschäden. Beamte der Bundespolizei begleiteten die per Zug angereisten Demonstranten bis in ihre Heimatorte. 

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