Der Vorstoß der Landesregierung deckt sich mit dem Vorgehen des Marler Ordnungsamtes und bestätigt in jedem Fall die Notwendigkeit, gegen hemmungslose, gefährliche Raserei anzukämpfen.
Hier geht meine Meinung mit den Maßnahmen der Behörden völlig konform. Im Verhältnis zu den Messungen des Ordnungsamtes gibt es aber bei der Aktion des Landes einen fundamentalen Unterschied: Der Innenminister unterstreicht den pädagogischen Aspekt und betont, dass es nicht im Sinne der Sache ist, den Bürger durch unverhältnismäßige „Fallen“ abzuzocken. Die Messungen sollen entsprechend angekündigt werden!
Vielmehr setzt man hier auf Transparenz, und das ist gut so! Der Leiter des Marler Ordnungsamtes zeigte hier auch schon einen guten Ansatz. Herr Mühlenberg will durch verstärkte, nächtliche Kontrollen illegale Autorennen unterbinden. Ich finde das unbedingt richtig, und kann dieses Vorhaben nur begrüßen.
Die Politik in Marl scheint aber noch nicht reif zu sein für ein Umdenken. Vermutlich haben hier doch wirtschaftliche Interessen Priorität. Verkehrssicherheit ist meines Erachtens viel zu wichtig, als das sie zum Spielball politischer, wie auch haushaltsplanerischer Interessen werden darf.
Im Idealfall wären Radarkontrollen überflüssig, im Idealfall ist der Sicherheitsaspekt in den Köpfen der Autofahrer angekommen und man fährt vorschriftsmäßig.
Es darf nicht sein, dass das Ordnungsamt als Abzocker verschrien wird. Die sicherheitsrelevanten Maßnahmen der Ordnungsbehörden müssen von den Bürgern als solche anerkannt werden. Das kann aber nur erreicht werden, in dem man die Bürger mit einbezieht, und nicht aussperrt!








