Kopfstöße gegen Autofenster, Schläge und Tritte gegen Polizisten: Immer wieder ging der Ladendieb in die Offensive, wand sich aus den Polizeigriffen, versuchte sich zu befreien. Hässlicher Gipfelpunkt: Im Innern des Streifenwagens kickte er mit seinem Schädel gegen den Kopf einer Polizeibeamtin.
Folge: Eine Beule und eine Gehirnerschütterung. Die Polizistin musste sich aus dem weiteren Einsatzverlauf ausklinken: „Ich habe immer mehr abgebaut“, sagte sie im Zeugenstand. Selbst als der Angeklagte später (in Fuß- und Handfesseln fixiert) abgeführt wurde, holte er immer wieder mit dem Schädel aus, versuchte die Beamten durch Kopfstöße zu erwischen.
Der heroinabhängige Angeklagte legte im Prozess ein Geständnis ab und entschuldigte sich. Zwischen 2006 bis 2010 hat er wegen mehrerer Diebstähle und Gewaltdelikte 39 Monate im Gefängnis verbracht. Auch während der Haftzeit kam es immer wieder zu Reibereien mit dem Wachpersonal. Für eine Bewährungsstrafe sah das Schöffengericht keinen Spielraum mehr. „Sie haben nichts gelernt“, hieß es im Urteil. Der Ladendieb wird seine Strafe wohl absitzen müssen.








