Integrationsrat

Ensar Kurt peilt den Vorsitz an

Von Hermann Böckmann am 08. Februar 2010 18:30

RECKLINGHAUSEN. Nach dem eindrucksvollen Sieg seiner Alternativen Liste für Integration bei den Integrationsratswahlen am Sonntag hat gestern Ensar Kurt sein Interesse bekundet, den Vorsitz des Gremiums zu übernehmen.

Ensar Kurt ist zur Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften und Migrantenvertretern im Integrationsrat bereit. Foto: Thomas Nowaczyk (Archiv)

Ensar Kurt ist zur Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften und Migrantenvertretern im Integrationsrat bereit. Foto: Thomas Nowaczyk (Archiv)

Ensar Kurt ist zur Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften und Migrantenvertretern im Integrationsrat bereit. Foto: Thomas Nowaczyk (Archiv)
„Allerdings hängt das vom Verhalten der Ratsmitglieder ab. In der ausgelaufenen Legislaturperiode hat die Politik uns praktisch die Arbeit aufgekündigt. Ich bin gespannt, wie sie sich nun verhält. Das wichtigste wird zunächst sein, im Integrationsrat wieder eine vernünftige Gesprächsbasis zu schaffen“, sagte Kurt. Auch bei den letzten Wahlen war seine Liste stärkste Gruppe im Integrationsrat, Vorsitzender wurde jedoch das damalige CDU-Mitglied Alper Us. Und auch nachdem dieser nicht mehr haltbar war, folgten mit Kadir Karakas und Hayri Kücükkoyuncu ebenfalls Migranten, die nicht aus den Reihen des eigentlichen Wahlsiegers kamen. Kurt betonte, dass er zu einem Neuanfang bereit sei. „Ich möchte mit allen reden und gut zusammenarbeiten. Zunächst möchte ich alle gewählten Migrantenvertreter zu einem Gespräch einladen. Ich fände es zum Beispiel gut, wenn engagierte Migranten, für die es nicht zu einem Mandat gereicht hat, zumindest in den Arbeitskreisen mitmachen würden. Wir sind angesichts der Vielzahl von Problemen im Bereich der Integration auf gute Ideen angewiesen, egal von welcher Liste oder Partei sie kommen.“

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