Nach ihren drei Starts zieht Lisa Janik eine positive Bilanz. Über 50 m Schmetterling, Rücken und Freistil schwamm sie nah in ihre Bestzeiten heran – wie ihre beiden Mitstreiter über 50 m Schmetterling auch. „Wir sind mit unseren Zeiten zufrieden“, sagen die drei Schwimmer übereinstimmend. Marcel Bechmann räumt selbstkritisch ein, etwas verhalten gestartet zu sein.
Dass das Recklinghäuser Trio in den DSV-Ergebnislisten auf hinteren Plätzen rangiert, wollen Aktive wie Trainer nicht überbewerten. Bei der Kurzbahn-DM gibt es nur eine offene Wertung – und hier liegen die Stars des Deutschen Schwimmverbandes natürlich vorn.
Die Trainer Xaver Majewski (Neptun) und Eugen Lewandowski (Blau-Weiß) schauen mit ihren Schützlingen jedoch genauer hin: Lisa Janik schwamm über 50 m Schmetterling in 28,72 Sekunden die viertschnellste Zeit in ihrem Jahrgang 1993. Eine herausragende Leistung. Zudem ließ sie in den anderen Entscheidungen – wie Marcel Bechmann (Jg. ‘93) und Florian Zellin (Jg. ‘92) auch – Top-Zwölf-Platzierungen folgen.
Sich mit den nationalen Stars messen zu können, sei etwas Besonderes, erklären die drei Schwimmer. Eine neue Erfahrung war es für sie nicht. Sie waren schon im Sommer zusammen mit einigen anderen Vereinskameraden bei der offenen Deutschen Meisterschaft oder der Jahrgangs-DM in Berlin. Eine Bilanz, die die beiden Trainer Xaver Majewski und Eugen Lewandowski zufrieden stimmt – aber auch nachdenklich macht.
Denn die Konkurrenz durch die Startgemeinschaften in den Nachbarstädten ist groß. Einige Recklinghäuser Talente hat es bereits zur SG Essen verschlagen. „Die Bedingungen sind dort einfach besser“, sagt Xaver Majewski. Damit die Recklinghäuser auf Dauer konkurrenzfähig bleiben können, ziehen die Schwimmvereine Blau-Weiß und Neptun an einem Strang. Beide machen sich für zusätzliche Trainingseinheiten vor der Schule stark. „Wir haben viele talentierte Schwimmer und engagierte Trainer“, sagt Majewski, der ausgebildeter Schwimmmeister ist, und hofft auf Unterstützung durch die Stadt. „Wer weiß, wie lange wir unsere Talente noch halten können.“








