Hat am Hohenhorst kein leichtes Amt übernommen: Kai Moczyk.
Von „Gesucht und Gefunden“ zu sprechen, wäre in diesem Fall ein wenig übertrieben: Vorstandsmitglied Gerrit Haug verrät, dass sein Kontakt zu Moczyk eigentlich nie abgerissen war, nachdem sich dieser zusammen mit Peter Anders, als dessen Co-Trainer er lange Zeit fungierte, vor gut einem Jahr vom damaligen Westfalenligisten verabschiedet hatte. Am Dienstag hatte man sich nun schon zum wiederholten Male zusammengesetzt, „und die Sache endgültig unter Dach und Fach gebracht“, so Haug.
Dass der Insolvenzverwalter zur Bedingung gemacht hatte, dass der neue Trainer nicht einen Cent bekommen dürfe, war Moczyk bewusst: „Bei mir hat die alte Verbundenheit den Ausschlag gegeben.“ Und damit ist auch Haug zufrieden: „Er ist ein guter Bekannter und ein Fachmann.“
Dass Moczyk nebenbei auch noch als DFB-Stützpunkttrainer wirkt, war kein echtes Hindernis, aber es musste aus Gründen der Fairness mit dem Verband abgeklärt werden. Und sollte es einmal zu zeitlichen Kollisionen kommen, dann wird Dirk Ronneburg übernehmen. Diesen bringt Moczyk als Co-Trainer mit zum FC 96, beide haben sich bei einer gemeinsamen Vergangenheit als B-Junioren-Trainer bei der Spvgg. Erkenschwick kennen- und schätzen gelernt. Ronneburg hatte zuletzt wegen beruflicher Verpflichtungen nicht mehr als Trainer gearbeitet, zuvor war er für die A - und B-Junioren bei Westfalia Herne verantwortlich.
Und zudem kennt er aus früheren Zeiten mehr aktuelle FC-96-Kicker als Moczyk, der sich erst einmal auf die Vorstandsaussage verlassen muss, dass der Kader aus 16 Spielern besteht. Am Dienstag, als er erstmals das Training geleitet hat, waren gerade einmal sechs da.








