Freut sich schon auf die USA: Felix Ottke. Foto: Paternoga
Denn es ist schon erstaunlich, wie der Schüler des Hittorf-Gymnasiums seinen Alltag meistert. Viermal die Woche drückt er bis 15.45 Uhr die Schulbank. Im Anschluss kommt er nach Hause, isst etwas, macht Hausaufgaben, um dann spätestens um 19.15 Uhr nach Bochum zu düsen. Frühestens um 22.30 Uhr ist der Centerverteidiger dann vom Wasserball-Training zurück. „Und das, obwohl wir ihn fahren“, sagt Mutter Susanne.
Ein enormer Aufwand, den der disziplinierte Sportler aber mit ganzer Leidenschaft betreibt. Und da trotz aller Verpflichtungen die schulischen Leistungen nicht auf der Stecken bleiben, hatte Direktor Hermann Maas auch keine Probleme damit, das hoffnungsvolle Talent in den „Sonderurlaub“ zu schicken.Wofür sich Ottke ausdrücklich bedankt, denn er weiß, was das für eine einmalige Chance ist. „Das wird außergewöhnlich, ich war noch nie in den USA. Ich freue mich riesig darauf, das Land und die Kultur kennen zu lernen und vielleicht internationale Kontakte knüpfen zu können.“
Einige Kontakte hat der 16-Jährige bereits geknüpft. Denn die Tour, die vom 11. bis 21. Februar andauert, ist eine Art Gegenbesuch. Die Wasserballer der „Raiders“, die die Ransom-Everglades-School besuchen, waren über Pfingsten bei Gastfamilien in Bochum untergebracht. „Die warenwirklich sehr nett, wir haben uns super verstanden“, freut sich der Leistungssportler auf das Wiedersehen. Und auf das nächste Tauschen der Badehosen. Was beim Fußball der Trikottausch, ist beim Wasserball der Badehosentausch.
Ein reiner Floridaurlaub wird es aber nicht, neben dem Turnier mit Teams aus den USA, Kanada, Ungarn und Puerto Rico stehen täglich zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Für den Hittorf-Schüler kein Problem. Denn neben der Verbandsligamannschaft ist Ottke auch noch für die A- und B-Jugend aktiv. Gleichzeitig trainiert er noch die C-Jugend von TuW Recklinghausen.
Das nasse Element wurde im quasi in die Wiege gelegt. Mutter Susanne ist immer noch Übungsleiterin beim TuW, Vater Helmut spielte selber jahrelang im Tor der Wasserballer. Die stolzen Eltern sehen die Tour als Belohnung und vielleicht als Ansporn für andere: „Wenn man sich anstrengt, bekommt man etwas zurück.“ Das stimmt: Florida - einmal hin und zurück...








