Packendes Duell: Mit einem beherzten Sprung versucht der 95/08-Abwehrspieler den Röllinghäuser Angriff noch zu stoppen. Foto: Korte
In Ordnung geht dieses Ergebnis allemal: Trotz optischer Vorteile für die „Ludwiger“ behielt die Innenverteidigung der Schwarz-Weißen um Stefan Matecki und Dustin Kamp zu jeder Zeit die Übersicht. Lediglich einmal fehlte die letzte Entschlossenheit, als der eingewechselte Patrick Herzog den Anschlusstreffer für 95/08 erzielte (90.). Doch das fiel nicht weiter ins Gewicht, denn Schiedsrichter Joachim Spriewald aus Datteln pfiff kurz darauf die Partie ab.
Berbic und sein Gegenüber Carsten Bruch merkten nachher unisono an, dass 95/08 eigentlich gar nicht ins Spiel gekommen war. Berbic: „Es war wichtig, dass wir über den Kampf ins Spiel kommen. Am Ende hat sich auch unsere Kondition ausgezahlt.“
Bruch sagte, „dass wir schwer ins Spiel gefunden haben. In der zweiten Halbzeit kamen wir mehr über die Außen. Da wurde es dann auch ein paar Mal brenzlig für Röllinghausen, aber es hat nicht gereicht“.
Dass es für die „Ludwiger“ nicht langte, lag an zwei Faktoren. Zum einen war das Offensivspiel nicht zwingend genug. Der letzte Pass kam oft beim Mitspieler nicht an. Der andere Grund hieß Amin Tosic. Der Linksaußen der Schwarz-Weißen wirbelte die 95/08-Abwehr bei Kontern durcheinander. So spielte Tosic seinen Gegenspieler Patrick Waschhöfer aus und überwand auch 95/08- Schlussmann Dennis Wachowiak – 0:1 (18.).
Im zweiten Spielabschnitt bekamen die SWR-Ambitionen zunächst einen Dämpfer: Dominique Schüppen wurde nach einem Tritt an der Außenlinie gegen Halil El-Zein vom Platz gestellt (68.). „Viel zu hart“, befand Berbic. „Dann hätte der Schiedsrichter zehn Mann vom Platz stellen müssen. So hat es leider nur Dominique erwischt.“
In Unterzahl setzte erneut der SWR den entscheidenden Impuls: Kadir Kerter wurde im Strafraum gefällt und es gab Strafstoß. Den verwandelte erneut Tosic sicher – 0:2 (81.). Joel Hoßfeld verpasste nur eine Zeigerumdrehung später den dritten Treffer (82.). So kam Herzogs Tor aus 95/08-Sicht viel zu spät.
Spvgg. 95/08: Wachowiak - Anagnostakis (59. Herzog), Tinkilic, Breucker, Kaplan (46. Postal), Burhan (76. Aydin), Bruch, Aldibas, El-Zein, Waschhöfer (22. Fahel), Juko-Lastric
SW Röllinghausen: Swiniarski - Toskaj (55. Güney), Kerter, Kamp, Schüppen, Matecki, Hoßfeld, Tosic, Argül, Redemann (46. Güngör), Fakhri








