Sponsoring: Neuer Defibrillator am Gymnasium

02. Februar 2012 14:01

WALTROP. Bereits acht automatisierte externe Defibrillatoren (AED), die so genannten „Laien-Defis“, stehen an Standorten in Waltrop für den Notfall bereit. Jetzt ist ein neunter dazu gekommen: im Theodor-Heuss-Gymnasium, platziert zwischen Aula und Lehrerzimmer.

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Der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums, Jürgen Sarpe (li.) nahm zusammen mit Schulsprecherin Lena Wolf (re.) und den Sponsoren den neuen Defibrilator entgegen. Foto: Martin Behr

Möglich gemacht haben das insgesamt 14 Unternehmer aus Waltrop, Datteln und Dortmund, die das knapp 5000 Euro teure Gerät finanziert haben. Im Rahmen einer kleinen Dankesfeier wurde der Defibrillator jetzt dem THG übergeben.„Wir haben etwas bekommen, was wir am liebsten nie benötigen würden“, sagt Jürgen Sarpe, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums. Dennoch sei es bei rund 1000 Menschen am THG gut zu wissen, dass man für den Notfall gerüstet ist. Und der Notfall des plötzlichen Herzkammerflimmerns kann immer eintreten, schilderte Manfred Walter von der Firma Pro Humanis, die den Defibrillator jetzt an das Gymnasium übergeben hat.

Die Firma hat Werbeverträge mit den Sponsoren geschlossen, die teilweise über mehrere Jahre laufen. Im Gegenzug wird deren Schriftzug auf einer Tafel gezeigt. Das lässt sich das Unternehmen für „Humansponsoring“ mit mehreren hundert Euro pro Reklameschild bezahlen, je nach Größe und Platzierung. Ein Sponsor hat nach Informationen der Waltroper Zeitung zum Beispiel einen Sponsoring-Vertrag über 700 Euro in drei Jahren abgeschlossen.Die Vorzüge des Gerätes: „Das ist nicht nur ein einfacher Defibrillator, das ist ein ganzes System“, so Manfred Walter.

Der Unterschied zu den Defibrillatoren, die bislang in Waltrop angebracht sind, ist im Wesentlichen eine eingebaute Telefonverbindung: Beim Öffnen des Koffers wird automatisch ein Anruf zur Feuerwehr-Leitstelle aufgebaut. Zusammen mit der ebenfalls automatisch startenden, akustischen Gebrauchsanleitung des „Laien-Defis“ selbst, unterstützt der Mitarbeiter der Leitstelle dann den Retter.Wie wichtig der Einsatz eines Defibrillators sein kann, drückt Walter in Zahlen aus. „Die Feuerwehr braucht bis zum Eintreffen ungefähr acht Minuten. Die ersten irreparablen Schäden stellen sich aber schon nach vier Minuten ein. Die Chance, beim schnellen Einsatz ein Leben zu retten, liegt bei knapp 80 Prozent.“

Der nächste Schritt: „Wir versuchen jetzt alle Klassen, in die Funktionen des Gerätes einzuweisen“, sagt Konrektor Jürgen Sarpe.

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