Politik fördert durch Ausnahmen ein Konkurrenzstreben der Schulen

30. Januar 2012 14:27

Von Ralf Burda (Schulpflegschaftsvorsitzender der Franckeschule) und Matthias Hopp (Fördervereinsvorsitzender der Franckeschule zu den Anträgen von SPD und CDU zur Klassen- bildung an den Grundschulen

Mit höchstem Interesse haben wir als Eltern von Waltroper Grundschülern bzw. von zukünftigen Schülern den Antrag der CDU und auch den der SPD Waltrop gelesen. Wieder einmal, so zumindest nach Ansicht der politischen Parteien, soll dem Elternwillen gefolgt werden und neun Klassen eingerichtet werden. Selbstverständlich, so unsere politischen Sprecher, sollte in der Zukunft Bildung in möglichst kleinen Klassenverbänden angeboten werden. Nur damit werde eine bestmögliche Bildung erreicht; denn nur in kleinen Klassenverbänden könne der Lehrer bzw. die Lehrerin auf jedes einzelne Kind in ausreichender Form eingehen, folglich eine bestmögliche Förderung unserer Kinder ermöglichen. Was soll man da als Eltern dagegen haben. Ist doch alles gut, denkt man sich. Wer dagegen ist, der ist bestimmt nur ein Nörgler. Das sind die, die immer gegen alles sind. Aber so einfach ist es nicht. Was passiert gerade in Waltrop? Im Jahr 2009 wurde ein einstimmiger Beschluss aller Parteien im Rat der Stadt Waltrop gefasst, der das Ziel hatte, alle Waltroper Grundschulen mit möglichst gleich vielen Schülern auszustatten. Als wichtiger Grund sei hier nur kurz erläutert, dass man nach dem Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen zum Erhalt von acht Klassen an einer Schule mindestens 189 Schüler benötigt. Nach diesem Kriterium werden nämlich die Lehrerstellen zugeteilt. Fällt eine Schule unter diese Schülerzahl werden ihr Lehrerstellen gestrichen. Selbstverständlich können acht Klassen gebildet werden, nur die notwendigen Lehrer fehlen. Folglich war der Beschluss aus dem Jahr 2009 für unsere Schulen und die Qualität des Unterrichts aus unserer Sicht ein sehr guter Beschluss. Er entspricht auch heute noch dem so hoch gestellten Elternwillen. Denn damit wird garantiert, dass an allen Waltroper Grundschulen gleicher, qualitativ sehr guter Unterricht angeboten werden kann. Doch seit drei Jahren, also schon im Jahr des oben genannten Beschlusses, wurden Ausnahmen zugelassen. Immer wieder regen sich einzelne kleine Gruppen, und schon wird aus der Politik reagiert. Daher sind diese Ausnahmen mittlerweile die Regel. Und die Politik verliert dabei das immer wieder so beschworene „Große Ganze“ aus dem Blick. Durch ihre Beschlüsse gegen die Regel fördert Politik ein Konkurrenzstreben der Schulen. Schulen müssen immer mehr Werbung für sich machen, Alleinstellungsmerkmale herausstellen und sich elitär darstellen. Damit wird sehr viel Zeit der Lehrer und der bereits engagierten Eltern gebunden und diese fehlt für die Förderung unserer Kinder. Wir glauben, dass es unserem Bildungssystem nicht gut tut, wenn schon unsere Grundschulen sich einem ständigen Konkurrenzkampf stellen müssen. Wir glauben, dass es eher dem Elternwillen entspricht, an allen Waltroper Grundschulen einen guten, qualitativ gleichen Unterricht für unsere Kinder angeboten zu bekommen. Wir wissen: Wir brauchen alle vier Waltroper Grundschulen. Das ist Elternwille in Waltrop.

Bau-Tagebuch RE-Arcaden

Bautagebuch

Die Arbeiten für die RE-Arcaden haben begonnen. Wir begleiten diese in den kommenden Monaten und erzählen Ihnen an dieser Stelle, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind.

Anzeigen

Bildergalerien

Brand Königstraße

Laubenbrand in der Königstraße

Aus bislang unbekannter Ursache ist am Dienstag gegen 15.30 Uhr in einer Gartenlaube an der Königstraße Feuer ausgebrochen.

Oldtimermarkt Vestlandhalle

Alle Bilder zum Oldtimermarkt rund um die Vestlandhalle.

RZL_Wood Rock

Wood Rock Naturfreundehaus

Für zwei Tage hat sich das beschauliche Vereinsgelände der Naturfreunde Recklinghausen an der Mollbecke in ein Festival-Areal verwandelt.

28. Südparkfest

Herrlicher Sonnenschein lockte bei der 28. Auflage der dort vom SPD-Ortsverein durchgeführten Open-Air-Fete gleich mehrere Tausend Besucher an.

Schützenfest Alte Gilde

Die Alte Gilde feiert ihr 625-jähriges Bestehen mit großem Programm

Meistgelesen: Recklinghausen

Hochlarmark
1

Angst vor Sextäter geht um

Justiz

Im Ortsteil Hochlarmark geht die Angst vor einem einschlägig vorbestraften Sextäter um. Der 56-jährige Vorruheständler soll die Tochter einer Nachbarfamilie im Alter von acht oder neun Jahren missbraucht haben. Am 19. Juni muss er sich vor dem Landgericht Bochum verantworten. mehr...

Sexueller Missbrauch
2

Angeklagter gilt als "Saubermann"

Landgericht Bochum

Im Ortsteil Hochlarmark war am Dienstag der RZ-Bericht über einen einschlägig vorbestraften Sextäter, der die Tochter einer Nachbarsfamilie sexuell missbraucht haben soll, das bestimmende Thema. mehr...

Milde Richterin
3

Mutter ist nun vierfach vorbestraft

Gericht Hammer Symbolbild

Erst flossen die Tränen, dann wurde doch noch gestrahlt: Trotz katastrophaler Ausgangslage und einer neuen Straftat muss eine 34-jährige Mutter aus Recklinghausen nicht ins Gefängnis. mehr...

Königstraße
4

Gartenlaube brennt komplett aus

Brand Königstraße

Aus bislang unbekannter Ursache ist am Dienstag gegen 15.30 Uhr in einer Gartenlaube an der Königstraße Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. mehr...

Heidestraße
5

Waschmaschine geht in Flammen auf

Vermutlich infolge eines technischen Defektes ist eine Waschmaschine im Badezimmer eines Mehrfamilienhauses auf der Heidestraße am Montag gegen 18 Uhr in Flammen aufgegangen. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. mehr...

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 


Blog von Robert Klose

Robert Klose

Sie verstehen Spaß? Gut. Sie mögen schwarzen Humor? Besser. Sie können über sich selbst lachen? Optimal! Dann fühlen Sie sich bei mir bestimmt wie zu Hause. Ich bin Robert Klose, 53 Jahre alt, Redakteur, immer zu Seitenhieben aufgelegt. Los geht's.

Blog von Jörg Müller

Jörg Müller

Neues Jahr - neues Glück. Das gilt für mich weiterhin fürs Abnehmen. Mein Name ist Jörg Müller, ich bin 49 Jahre alt - und ich will (noch) schlanker werden!

Blog von Tamina Urbaniak

Urbaniak

Das Internet ist für mich das, was dem Fisch sein Wasser, dem Stim sein Berg und der Zeitung ihre Buchstaben sind. Ich heiße Tamina Urbaniak (37), und ich notiere hier regelmäßig für Sie, was mir Be- oder Aufmerkenswertes begegnet.

Unsere Serien im Überblick

Sie haben den Teil einer Serie aus unserer Zeitung verpasst? Kein Problem! In unserem Online-Archiv finden Sie alle aktuellen und bisherigen Artikel aus unseren Themen-Serien.

Ihre Zeitung bei Facebook