Der Redakteursbesuch ist fester Bestandteil des Zeitungstreffs. Unser stellvertretender Chefredakteur Bernd Overwien besuchte jetzt die Klasse 8d des Gymnasium Petrinum mit Lehrerin Gisela Erler-Krämer. Foto: Thomas Nowaczyk
„Macht Ihnen Ihr Beruf eigentlich Spaß?“, wollte eine Schülerin wissen. Der Redakteur bejahte rasch, was ihm auch gar nicht schwerfiel. Ist doch ein abwechslungsreicher Job, den er da ausüben darf. Einer, in dem er viele Menschen kennenlernt. Manche Schüler scheinen sich um das Wohlergehen des Gastes zu sorgen. „Haben Sie auch mal Freizeit?“, heißt es dann. Auch diese Frage kann der Redakteur guten Gewissens bejahen. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht.Es ist erstaunlich, wie differenziert sich die Schüler mit der Zeitung beschäftigen. Da tauchen Fragen nach dem Recht am eigenen Bild auf („Darf man mich eigentlich fotografieren, ohne mich zu fragen?“ Antwort: „Als einzelne Person nicht.“). Oder Fragen nach dem Unterschied zwischen einer Nachricht und einem Kommentar.
45 Minuten sind schnell rum
Ein Mädchen aus der 8.1 der Bonhoeffer-Realschule stellte viele Fragen zu einem ebenso globalen wie komplizierten Thema: „Gibt es bald eine Inflation, und ist mein Taschengeld noch sicher?“ Die Berichterstattung über die Euro-Krise scheint die Schüler zu beunruhigen. Noch so eine Frage: Wie kann es sein, dass die Turnhalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nicht repariert werden kann, weil kein Geld da ist, aber gleichzeitig zig Milliarden für marode Staaten herübergeschoben werden können?Das will dem Lokalredakteur auch nicht restlos einleuchten. Am Ende seines Besuchs ist der Reporter immer wieder überrascht, wie schnell doch 45 Minuten vergehen.








