Karnevalsrausch am Zuckerhut

Rio de Janeiro (dpa) Noch einmal Samba und Tanz die ganze Nacht: Brasiliens Karnevalshochburg Rio de Janeiro hat mit einem rauschenden Fest auf Straßen, Plätzen und im legendären Sambódromo die Endphase im «Carnaval 2012» eingeläutet.

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  • Karneval in Rio

    Auf Mütze und Schal kann man in Rio verzichten. Foto: Marcelo Sayao

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    Geheimnisvolles Rio. Foto: Fernando Bizerra Jr

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    Lebensfreude. Foto: Fernando Bizerra Jr

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    Gewaltig. Foto: Antonio Lacerda

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    Gespenstisch. Foto: Antonio Lacerda

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    Ganz in Weiß. Foto: Antonio Lacerda

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    Verzückt. Foto: Antonio Lacerda

Die Menschen feierten ausgelassen bis zum Sonnenaufgang und darüber hinaus den Höhepunkt des Party-Jahres in der Stadt am Zuckerhut. Im Sambódromo boten sechs Sambaschulen in der zweiten Nacht des traditionellen Defilees ein hollywoodreifes Spektakel mit zehntausenden Tänzern, Trommlern und riesigen Motivwagen. Ein fantasievolles Feuerwerk aus Farben unter dem Motto: «Lebensfreude pur».

«Ein musikalisches Abenteuer im Sapucaí (Sambódromo)» lautete der Samba-Hit und das Motto des Vereins São Clemente, der den Auftakt bildete für die zweite Umzugsrunde der Sambaschulen in der Nacht zum Dienstag. Mit leicht bekleideten Samba-Queens und über 3000 farbenprächtig kostümierten Teilnehmern auf der Paradestrecke präsentierte die Sambaschule Szenen aus weltbekannten Musicals, wie «Das Phantom der Oper», «Der Zauberer von Oz», «Hair» oder «Cats». Die rund 700 Meter lange Strecke im Sambódromo wurde für knapp eineinhalb Stunden zum Broadway.

Die Sambaschule União da Ilha wählte die Olympiastadt 2012 London zu ihrem Thema. «Von London nach Rio: Es war einmal ... eine Insel», lautete ihr Motto. In Rio finden 2016 die Olympischen Spiele statt. Gezeigt wurden britische Ikonen und Klischees vom Londoner Taxi über die rote Telefonzelle bis hin zu Musikgrößen wie die Beatles, Freddie Mercury und Amy Winehouse. Als Wachen des «Buckingham Palace» tanzten langbeinige Samba-Queens in Fantasie-Bikinis, Stiefeln und natürlich mit Bärenfellmütze.

Das Defilee endete erst gegen 06.00 Uhr in der Früh. Das Reglement im Sambódromo ist streng und die Zeitvorgaben exakt. Zwischen 65 und 82 Minuten hat jede Schule Zeit für ihren Auftritt. Abweichungen werden von der Jury mit Strafpunkten geahndet. Bewertet werden auch Choreografie, Musik und Umsetzung des Themas. Am Aschermittwoch fällt die live im Fernsehen übertragene Entscheidung der Jury. Dann steht der Sieger für 2012 fest.

Am kommenden Samstag heißt es dann noch einmal «Samba, die ganze Nacht», wenn die sechs bestplatzierten Schulen das letzte Mal in diesem Jahr durchs Sambódromo ziehen. Und dann beginnt die Arbeit für die Karnevalssaison 2013.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. Februar 2012, 14:54 Uhr
    Aktualisiert:
    21. Februar 2012, 14:57 Uhr