ZDF-Intendant: «Wetten, dass..?»-Besetzung noch offen

Mainz (dpa) Das Warten bei «Wetten, dass..?» geht weiter: Die Nachfolge von Thomas Gottschalk (61) als Moderator des ZDF-Klassikers «Wetten, dass..?» ist nach Angaben des scheidenden ZDF-Intendanten Markus Schächter (62) immer noch offen.

  • Markus Schächter

    Intendant Schächter stellt klar: Die Gottschalk-Nachfolge ist noch nicht entschieden. Foto: Fredrik von Erichsen

«Es gibt noch keine Festlegung», sagte Schächter der Mainzer «Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). Damit wies er zurück, dass es bereits eine Einigung mit Markus Lanz (42) als Nachfolger gegeben habe.

Die Dauer der Suche habe damit zu tun, «dass es nicht klug gewesen wäre, jemand Neues in die Arena zu schicken, solange die Sonne des "Allergrößten" (Gottschalk) noch am höchsten stand», sagte Schächter. Eine Rückkehr Gottschalks zum ZDF und zu «Wetten, dass..?» sei «kein Thema». Nach Hape Kerkelings Absage im November 2011 wollte der Sender ursprünglich bis Jahresende eine neue Besetzung finden. Auch Jörg Pilawa hatte Nein gesagt. Der Neustart der Show ist nun für Herbst 2012 geplant.

Der scheidende Intendant beklagte die Sparvorgaben von 75 Millionen Euro bis 2016, die die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) dem Sender gemacht hat. «Das tut richtig weh», sagte Schächter, der im März von Thomas Bellut abgelöst wird. «Es bedeutet, dass wir uns langfristig von 300 vorwiegend jüngeren Mitarbeitern trennen müssen.» Die Kritik der KEF, dass das ZDF bisher nicht genug gespart habe, wies er zurück. «Wir hatten den Auftrag, die Digitalkanäle aufzubauen.»

In die Digitalkanälen setzt Schächter große Hoffnung: «Zum ersten Mal seit über 15 Jahren schaffen wir es, mehr Zuschauer in der Altersgruppe vor allem zwischen 30 und 49 zu gewinnen», sagte er der «Allgemeinen Zeitung». Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und ZDF-Verwaltungsratschef Kurt Beck (SPD) habe im Dezember aus seiner Sicht keine Reduzierung der sechs Digitalkanäle von ARD und ZDF gefordert. «Was Beck meint ist, dass die Öffentlich-Rechtlichen Prioritäten setzen müssen beim Programm.»

Schächter zeigte sich angesichts des Konflikts um die kostenlose «Tagesschau»-App für Smartphones und Tablet-PC zuversichtlich. Er sei optimistisch, dass es noch in diesem Frühjahr eine einvernehmliche Lösung geben werde. Die Auseinandersetzung sei «mühsam, aber wir werden die Fronten bereinigen». Er appellierte an die öffentlich-rechtlichen Sender: «Lasst uns nicht die falschen Türen bewachen.» Am Dienstag hatten sich Intendanten öffentlich-rechtlicher Sender mit Vertretern von Zeitungsverlegern getroffen. Acht Zeitungsverlage hatten gegen die «Tagesschau»-App geklagt.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    22. Februar 2012, 12:01 Uhr
    Aktualisiert:
    22. Februar 2012, 12:05 Uhr