Ermittlungen laufen: Beamte sollen Dienstgeheimnisse an Mafia verraten haben

Duisburg (dpa/lnw) Haben Beamte aus NRW Dienstgeheimnisse an die Mafia verraten? Gegen fünf Beschuldigte wird nun ermittelt. Darunter sind zwei Polizisten und eine Regierungsmitarbeiterin.

  • Razzia

    In der Duisburger Innenstadt: Ermittler in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien gehen gegen die Mafia vor. Foto: Christoph Reichwein

Die Anti-Mafia-Ermittlungen der Behörden erstrecken sich in Nordrhein-Westfalen auch auf Beamte. Es werde gegen fünf Beschuldigte wegen Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Duisburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei handele es bei um zwei Polizisten, eine Regierungsbeschäftigte der Polizei, eine Mitarbeiterin der Stadt Wesseling und eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadt Duisburg. Sie alle sollen illegal Informationen an mutmaßliche Mafiosi oder deren Helfer weitergegeben haben.

Um welche Informationen es sich handelt, wollten die Ermittler nicht preisgeben. Bei der internationalen Anti-Mafia-Razzia mit dem Decknamen «Pollino» war Nordrhein-Westfalen am Mittwoch einer der Schwerpunkte der Ermittler. 23 Objekte waren in NRW durchsucht worden.

Einer der Hauptverdächtigen wurde in Pulheim bei Köln festgenommen. Es handelte sich um einen 45-jährigen Gastwirt. Er wird der mächtigen Mafiagruppe 'Ndrangheta zugerechnet.

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  • Erstellt:
    6. Dezember 2018, 14:43 Uhr
    Aktualisiert:
    9. Dezember 2018, 03:33 Uhr