Bezirksregierung: kein Dieselfahrverbot in Düsseldorf

Düsseldorf (dpa/lnw) Die Stadt Düsseldorf will die Überschreitung der Grenzwerte für Luftschadstoffe ohne Dieselfahrverbote in den Griff bekommen. Stattdessen setzt die Bezirksregierung auf die künftige Reduzierung von Stickstoffdioxid durch schadstoffarme Busse im Nahverkehr, Unterstützung des Radverkehrs, eine bessere Vernetzung der Verkehrsmittel und Unterstützung der Autofahrer bei der Parkplatzsuche.

  • Autos auf der Corneliusstraße in Düsseldorf

    Autos befahren im morgendlichen Berufsverkehr die Corneliusstraße. Foto: Martin Gerten/Archiv

«Wir sind zum Ergebnis gekommen, dass Fahrverbote nicht erforderlich sind», sagte Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher am Montag in Düsseldorf. Auch in Essen werde es nach derzeitigem Stand kein Dieselfahrverbot geben. In der Stadt wird derzeit der Luftreinhalteplan überarbeitet.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte eine Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Düsseldorf eingeklagt. Der Plan soll von Dienstag an einen Monat lang offengelegt werden. An dem Tag verhandelt das Verwaltungsgericht Düsseldorf über eine von der DUH beantragte Zwangsvollstreckung eines Dieselfahrverbots.

An mehreren Messstellen in der 600 000-Einwohner-Stadt werden Grenzwerte für das Reizgas Stickstoffdioxid deutlich überschritten. Eine der meistbelasteten Straßen in Nordrhein-Westfalen ist die Corneliusstraße, eine Ausfallstraße, auf der täglich 50 000 Autos fahren. Hier könnte mit Hilfe der entlastenden Maßnahmen bis zum Jahr 2024 der Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft erreicht werden, erklärten die Fachleute der Bezirksregierung.

Wichtigste und größte Maßnahme ist die Nachrüstung von 155 Bussen des Düsseldorfer Verkehrsunternehmens Rheinbahn. Das städtische Verkehrsunternehmen will 43 Millionen Euro für Aufrüstungen und Neuanschaffungen ausgeben. Dann könne der Anteil der Rheinbahn am Stickstoff-Ausstoß im Straßenverkehr von 100 auf 14 Tonnen im Jahr 2020 gesenkt werden. Geplant ist auch, 89 ältere Busse auszutauschen.

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  • Erstellt:
    20. August 2018, 17:43 Uhr
    Aktualisiert:
    23. August 2018, 03:33 Uhr