Kohle-Kommission: Uniper sieht noch Chancen für Kohlekraftwerk in Datteln

Düsseldorf (dpa) Der Kraftwerksbetreiber Uniper sieht noch Chancen für die Inbetriebnahme seines großen Steinkohlekraftwerks in Datteln, das nach dem Willen der Kohlekommission nicht angeschaltet werden soll.

  • Silhouette des Kraftwerks in Datteln

    Die Silhouette des Kraftwerks in Datteln. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Er sei sich nicht sicher, «ob die Bundesregierung an das Thema Datteln herangehen und damit der Empfehlung der Kommission folgen will», sagte Uniper-Vorstandsmitglied Eckhardt Rümmler am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Düsseldorf.

Der Manager verwies dabei auf die «gewaltigen Investitionen», die kompensiert werden müssten. Der Energiekonzern hat nach früheren Angaben weit mehr als 1,5 Milliarden Euro für das Kraftwerk ausgegeben.

Die Kohlekommission hatte in ihrem Kompromiss zum Ausstieg aus der Kohleverstromung unter anderem empfohlen, in Bau befindliche Kohlekraftwerke nicht in Betrieb zu nehmen. Diese Passage im Abschlussbericht der Kommission bezieht sich nach Einschätzung von Uniper auf das kurz vor der Fertigstellung stehende Kraftwerk am Rande des Ruhrgebiets. Uniper will den Kohlemeiler nach langen Verzögerungen im kommenden Jahr in Betrieb nehmen.

Uniper werde, «solange wir keine anderweitigen Anhaltspunkte haben», weiter mit Hochdruck daran arbeiten, das Kraftwerk in Betrieb zu nehmen, sagte Rümmler. Wenn die Bundesregierung Datteln 4 für den Kohleausstieg ins Kalkül ziehe, sollte sie «umgehend mit uns sprechen», forderte Rümmler.

2 KOMMENTARE
13.03.19 08:10

Also

von Grundguetiger

Aktien verbrennen ist nicht so schlimm wie Kohle verbrennen.
Darum geht's doch nur noch, was bekommen die Aktionäre.
Liebe Bürger, sammelt Geld für verarmte Aktionäre.
Diesen Schwarzbau bezahlt der Steuerzahler. Den Abriss auch. Und die Entschädigung für die Aktionäre.
Für das Geld hätte sich das komplette Ruhrgebiet fünf Jahre frei nehmen können.
Bei vollem Lohnausgleich.

12.03.19 22:01

...die Finnen kommen...

von datteln46

Der Vorstandsvorsitzene und der Finanzvorstand verlassen Uniper im August. Schon jetzt hält Fortum 49,99 % der Aktien . Wenn sich die Interessen von Fortum mit denen von Elliot, dem 2. Großaktionär, decken, werden auf der nächsten Hauptversammlung die Karten neu gemischt.
Und dann ist ja auch noch der T 12 Kesselstahl, der jetzt neu eingebaut
wird. Mal schauen, was das Oberverwaltungsgericht dazu sagt.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    12. März 2019, 12:22 Uhr
    Aktualisiert:
    14. März 2019, 03:33 Uhr