Historisches zur NRW-Wahl
08. April 2010 14:34
Am 20. April 1947 wurde der erste Landtag in Nordrhein-Westfalen nach dem Krieg gewählt. Seit dem ist in Düsseldorf einiges passiert, viele Politiker haben die Geschicke des Landes gelenkt. Die interessantesten Fakten lesen Sie hier.
Die erste Wahl
- Am 20. April 1947 fand die erste Landtagswahl für NRW statt. 7,9 Millionen Bürgerinnen und Bürger waren damals wahlberechtigt. Heute sind es 13,4 Millionen. Das Ergebnis sah damals wie folgt aus: Die CDU schaffte es mit 37,5 Prozent der Stimmen zur stärksten Partei. Die SPD bekam 32 Prozent, die FDP holte 5 Prozent. Das Zentrum erzielte 9,8 und die KPD 14 Prozent. Zum Ministerpräsidenten wurde 1947 Karl Arnold (CDU) gewählt. Er bildete eine Regierungskoalition aus CDU, SPD, Zentrum und KPD. Bis die KPD im Februar 1948 aus der Regierung ausschied, war die FDP alleinige Opposition.
Die Ministerpräsidenten
- Acht Ministerpräsidenten haben bisher in NRW regiert. Namentlich waren das: Karl Arnold (1947 - 1956), Fritz Steinhoff (1956 - 1958), Franz Meyers (1958 - 1966), Heinz Kühn (1966 - 1978), Johannes Rau (1978 - 1998), Wolfgang Clement (1998 - 2002), Peer Steinbrück (2002 - 2005) und Jürgen Rüttgers (seit 2005). Für die Zeit von 1946 bis 1947 war Rudolf Amelunxen von den britischen Besatzern als Ministerpräsident ernannt worden.
Höchste Wahlbeteiligung
- Die höchste Wahlbeteiligung bei einer Wahl des NRW-Landtages gab es im Jahr 1975. Damals traten 86,1 Prozent der NRW-Bürger den Weg zur Wahlurne an. Die Mehrheit hatte damals mit 47,1 Prozent die CDU. Da allerdings in der zuvorigen Periode bereits SPD und FDP miteinander koaliert hatten, taten sie es auch 1975 wieder. Denn die SPD hatte 45,1 Prozent der Stimmen bekommen, die FDP 6,7 Prozent. Und das reichte für eine Mehrheitskoalition.