Attraktivität für Firmen sinkt: Steuereinnahmen im Kreis haben ihren Preis

Kreis RE Dass die Städte im Kreis Recklinghausen zurzeit mehr Geld in der Kasse haben, ist vor allem der Gewerbesteuer geschuldet. Die Hebesätze liegen weit über dem Durchschnitt. Aus der Sicht der Wirtschaft sind die hohen Steuersätze allerdings eine Gefahr für die Attraktivität des Standortes.

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1 KOMMENTARE
23.07.18 08:35

es geht auch anders

von maulwurf

Zossen, eine Gemeinde kurz vor Berlin, hat den Mindeststeuerhebesatz von 200 % und ist damit attraktiv für viele Firmen, die eigens ihren Firmensitz etc. dort hin verlegen. Natürlich sind Produktionsbetriebe (benötigen Fläche) nicht so geeignet, da der Umzug viel Geld kostet. Aber Dienstleister -erst recht in der Rechtsform der GmbH- profitieren deutlich davon. Und selbst Einzelkaufleute Kfm/OHG/KG profitieren davon noch, wenn der Hebesatz vorher über 380 % lag.
Also: Hebesatzsenkung führt kurzfristig zu Steuerausfällen, langfristig aber zu Steuermehreinnahmen. Das geht natürlich nur, wenn die Gemeinde die Mehrsteuer auch behalten darf und nicht an eine übergeordnete Körperschaft (Finanzausgleich, Kreisumlage etc.) abgeben muss. Daher ist das Modell "im Westen" nicht so attraktiv, im "Osten" aber sehr wohl.

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  • Erstellt:
    23. Juli 2018, 05:32 Uhr
    Aktualisiert:
    27. Juli 2018, 03:33 Uhr