Bislang drei Sichtungen: Die Suche nach dem Luchs geht weiter - ein Abschuss ist nicht beabsichtigt

HERNE Ein Luchs in freier Wildbahn: In Herne wurde seit Montag bereits dreimal ein Luchs gesichtet. Das Raubtier, das möglicherweise aus einem Halterner Tierpark stammt, ist weiter zur „Fahndung“ ausgeschrieben.

  • Mit diesem Schnappschuss fahndet die Polizei nach dem Herner Luchs.

"Wir wissen von insgesamt drei Sichtungen", sagt Volker Schütte, Pressesprecher der Polizei in Bochum am Donnerstag auf Nachfrage. Zuletzt wurde das Raubtier am frühen Dienstagmorgen um 1 Uhr an der Herner Dorastraße gesehen. Seitdem blieben Meldungen aus der Bevölkerung aus. Das muss aber nichts heißen: "Ein Luchs ist so nachtaktiv, dass man ihn bei helllichtem Tag nicht sehen wird", erklärt Schütte weiter. So geht das Tier nachts auf die Jagd und ruht sich tagsüber zum Beispiel in Baumkronen aus.

Ein Luchs auf Partnersuche

Da aktuell Paarungszeit ist, kann es auch durchaus sein, dass der Luchs auf der Suche nach einer Partnerin ist. "Als einziger frei lebender Luchs im Ruhrgebiet gestaltet sich die Partnersuche aber extrem schwer", scherzt Schütte.

Eine Gefahr für den Menschen besteht derweil nicht: "Die Tiere sind extrem menschenscheu." Lediglich Kleintiere wie Kaninchen stehen auf dem Luchs-Speiseplan.

Lebend-Tierfallen könnten eingesetzt werden

Dennoch bittet die Polizei weiter um Hinweise aus der Bevölkerung: Zum einen ist der Luchs im Ruhrgebiet - im Gegensatz zu Bayern und Thüringen - nicht heimisch, zum anderen wird im Halterner Tierpark Granat eine Raubkatze vermisst. Einen Abschuss, über den einige User auf unserer Facebook-Seite zunächst spekuliert hatten, steht nicht im Raum: "Das haben wir gar nicht vor. Die Suche ist ohnehin schon sehr schwer. Es heißt nicht umsonst: Sei wachsam wie ein Luchs", erklärt Schütte und verweist auf den Jagdausübungsberechtigten, der für die Sicherung des Tiers verantwortlich ist.

Hier könnten unter anderem Tierfallen zum Einsatz kommen. Wohlgemerkt: Lebendfallen.
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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    14. März 2019, 16:21 Uhr
    Aktualisiert:
    18. März 2019, 03:33 Uhr