Der 47 Jahre alte Krzysztof Jeszke war aus der JVA Bochum geflohen. Foto: Polizei Bochum
Der Mann hatte versucht, bei Aldi Ware zu klauen. Ein Mitarbeiter der Filiale hatte das beobachtet und hielt den Mann fest - ohne zu wissen, wen er da gerade dingfest gemacht hatte. Erst als die Polizei vor Ort erschien und den Mann überprüfte, stellte sich heraus, dass es sich um den Ausbrecher handelte.
„Er wird jetzt einer Justizvollzugsanstalt zugeführt, um zunächst die restliche Freiheitsstrafe von ursprünglich zwei Jahren und sechs Monaten zu verbüßen“, erläuterten die Ermittler. In die JVA Bochum käme er aber nicht erneut. Danach werde Krysztof J. nach Polen ausgeliefert, um eine Strafe von gut acht Jahren abzusitzen - unter anderem wegen Brandstiftung. Wahrscheinlich erwartet ihn dort auch ein neuer Prozess, denn gegen ihn liegt auch ein europäischer Haftbefehl vor.
Der Pole war am Sonntag aus dem Bochumer Gefängnis geflohen. Er hatte dazu einen Einsatz in einem Putztrupp außerhalb des gesicherten Haftbereichs genutzt. Dort hatte der Mann eine Alu-Leiste von einem Oberlicht lösen und das Fenster aus Panzerglas aus dem Rahmen hebeln können.
Die Flucht hatte auch deshalb für Kritik gesorgt, weil der JVA-Leitung nicht bekannt war, dass gegen den Sträfling ein europäischer Haftbefehl vorlag. In Polen steht er im Verdacht, einen Menschen umgebracht zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte diese Information nicht weitergeleitet.
In Bochum saß der Mann wegen Diebstahls ein - begangen in mehreren Drogeriemärkten in Recklinghausen.


