Doch der Transport der Fahrräder mit Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs ist schwierig zu planen – zumal mit großer Nachfrage und engem Zeitplan gerechnet wird. Die Idee, einen eigens für diesen Tag entwickelten Fahrrad-Shuttle anzubieten, verwarf der VRR nach Testphasen wieder. Also Radfahrer sollten an diesem Tag allein ihrem Gefährt vertrauen. Dass sie weitere Strecken mit dem Fahrrad per Bus zurücklegen können – daran glauben auch die Verantwortlichen des VRR nicht.
Auf den Schienen werden aber Sonderverkehre angeboten, aber auch hier die Warnung: Bitte möglichst ohne Rad! Sonst reichen die Kapazitäten in den Wagen nicht aus. Zusätzliche Linien gibt‘s auf RE1, RE3 und S2. Die S-Bahn-Linie S1 entlang der A40 wird an diesem Tag im 15-Minuten-Takt fahren. Der VRR und die lokalen Verkehrsunternehmen müssen neue Liniennetze entwerfen, weil nur über die Autobahnauffahrten die Menschen auf die A40 gelangen, und die seien selten auch regulär Ziele von Linienbussen, so Husmann. Wer mit dem Auto anreise, soll auf zentralen Plätzen parken können und mit Shuttlebussen zur A40 gelangen. Auch diese will der VRR und seine Unternehmen stellen.
Für „Ruhr.2010“ hat der VRR spezielle Ticketangebote für Touristen, aber auch für Einheimische, entwickelt: das Ruhr.2010-Ticket gilt landesweit für 48 Stunden und kostet für zwei Personen 48 Euro. Das Ruhr.2010-Ticket lokal gilt ebenfalls 48 Stunden und in verschiedenen regionalen Gültigkeitsbereichen, neuerdings – aber erst nach Protesten aus Recklinghausen – auch im Kreis. Es kostet für eine Person 19 Euro. Die Tickets sind nicht nur Fahrscheine, mit ihnen bekommen die Kulturhauptstadt-Gäste viele Vergünstigungen.


