Die Feuerwehr musste einen Trafobrand am Landgericht löschen.
Es begann gegen 10.30 Uhr mit einem kurzen Stromausfall. Das Notstrom-Aggregat sprang an. Nach etwa einer Minute war für wenige Sekunden wieder Normalstrom da, dann war alle aus. In den fensterlosen Sitzungssälen war es dunkel, kurz darauf ging der Feueralarm los. In der Kantine war die Sirene nicht zu hören. Dort mussten nach Zeugenaussagen die Besucher vom Küchenpersonal aufgefordert werden, das Gebäude zu verlassen.
Zu diesem Zeitpunkt - gegen 10.33 Uhr - zogen schon dicke Rauchschwaden über den Innenhof (Anwaltsparkplatz). Sie kamen aus einem Trafo. Ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr kam über die ABC-Straße, gelangte aber zunächst nicht auf den Innenhof. Eine Schranke ließ sich wegen des Stromausfalls nicht öffnen und musste von drei Feuerwehrleuten abgeschraubt werden. Das Trafo-Gebäude selbst ließ sich ebenfalls nicht öffnen und musst aufgebrochen werden.
Rund 20 Minuten nach dem Feueralarm war das Gebäude noch immer nicht komplett geräumt. Die Gefangenen, die sich in den Zellen im Keller befanden, durften das Gebäude nicht verlassen. Für sie bestand aber nach Angaben von Markus Van den Hövel, dem stellvertretenden Pressesprecher des Landgerichts, auch keinerlei Gefahr.
Die Stadtwerke mussten die Anlage zunächst stromlos machen. Dann konnten die Löscharbeiten beginnen. Gegen 11.25 Uhr war der Einsatz weitgehend beeendet. Das Gebäude - hier arbeiten etwa 700 Beschäftigte beim Amtsgericht, Landgericht und der Staatsanwaltschaft - ist inzwischen wieder geöffnet.


