NRW-Warntag: Sirenen-Test: "Nina"-App bereitet Probleme

NRW Beim NRW-Warntag wurden am Donnerstag Sirenen und Warnapps getestet. In manchen Städten gab es dabei Probleme: Dort blieben Sirenen aus vielen Gründen stumm. Auch die Warn-App «Nina» funktionierte örtlich nicht einwandfrei.

  • Notfall-App NINA

    Die Notfall-Informations- und Nachrichten-APP "NINA" ist auf einem Bildschirm zu sehen.Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Bei einem landesweiten Test der Notfall-Alarmsysteme haben am Donnerstagmorgen in Nordrhein-Westfalen Tausende Sirenen geheult. Der Test war insgesamt erfolgreich, zeigte aber auch Schwachstellen im Sirenennetz und bei der Warn-App «Nina», wie eine Sprecherin des Innenministeriums einräumte. «Der Warntag sollte eine Auseinandersetzung mit dem Thema bewirken - und das hat er auch», sagte die Sprecherin. Mängel müssten jetzt die Kommunen beheben. Künftig soll der Warntag jährlich stattfinden, der Sirenenalarm halbjährlich.

Um 10 Uhr sollten Sirenen der Kommunen, Lautsprecherfahrzeuge der Feuerwehren und die bundesweite Warn-App «Nina» gleichzeitig Alarm auslösen. Da sich das Sirenennetz aber noch im Aufbau befindet, waren nicht in allen Städten Sirenen zu hören. So beteiligte Münster sich nicht, weil dort bisher nur zwei von 70 geplanten Sirenen angeschlossen sind. Softwareprobleme gab es in Soest. In Teilen des Kreises Minden gab es keinen Sirenenalarm, in Düsseldorf waren einige Sirenen abgebaut, in Dortmund ist derzeit nur eine Sirene angeschlossen.

"Nina" war überlastet

Auch die Handy-App «Nina» hielt dem Test nicht überall stand: Der Server wurde durch den landesweiten Probealarm überlastet. Die Warnmeldung sei bei 94 Prozent der Abonnenten angekommen, erklärte ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Die App «Nina» (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) kann sowohl bundesweite Gefahrenwarnungen als auch lokale Warnungen von Leitstellen versenden. Bundesweit haben bislang 3,5 Millionen Menschen die Warn-App heruntergeladen, in NRW gut eine Million. Der Probealarm sei für die App ein «Lasttest» gewesen, sagte ein Sprecher des BBK. Warum die App dem nicht standhielt, wird jetzt untersucht.

4328 Sirenen in NRW

Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte den Warntag initiiert, um Warnmittel zu testen und «das Thema Warnung wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.» Die Teilnahme sei verpflichtend gewesen, die Umsetzung des Probealarms liege aber bei den Kommunen, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

Für den Wiederaufbau des Sirenennetzes hat das Innenministerium den Kommunen in den vergangenen Jahren 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mittlerweile gibt es wieder 4328 Sirenen in NRW. In den 1990er Jahren waren die meisten abgebaut worden.
3 KOMMENTARE
06.09.18 20:28

Nina

von wolf_von_brassert

Hat bei mir mitten in Brassert gut gefunzt. War beim Sirenentest draussen.. Das war ziemlich deutlich zu hören.

06.09.18 19:47

Nina

von Bedard

habe ich neben Katwarn schon länger installiert. Habe von Nina noch nie eine Warnung bekommen. Über Katwarn schon mehrfach. Bei mir funktioniert sie definitiv nicht. traurig

06.09.18 17:25

Sirenen-Test: Probealarm mit Hindernissen

von radowan

In Marl ein Probealarm? Ja, man konnte ganz leise etwas hören bei uns in Brassert. Aber, wenn wir unsere doppelt verglasten Fenster wieder zugemacht haben, war nicht mehr davon zu hören. Zudem stimmt die Aussage, dass Nina nicht richtig funktioniert hat, ich habe einige bekannte, die mir sagten, dass die App bei ihren entweder eingefroren oder keine Warnmeldung angezeigt hat.

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AUTOR
dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    6. September 2018, 16:31 Uhr
    Aktualisiert:
    12. September 2018, 03:33 Uhr