Privater Betreiber mischt mit: RRX: Bahn-Pendler hoffen auf mehr Pünktlichkeit

Gelsenkirchen Beim Rhein-Ruhr-Express (RRX) drücken der VRR und das Land NRW jetzt aufs Gaspedal. Zum Fahrplanwechsel am Pfingstsonntag sind neue Verbindungen geplant. Einem privaten Betreiber kommt dabei eine wichtige Rolle zu.

  • Rhein-Ruhr-Expresses

    Der RRX – der neue Regionalzug im Rhein-Ruhr-Gebiet. Foto: Franz-Peter Tschauner (dpa)

Zwölf weitere Züge des neuen Rhein-Ruhr-Express‘ rollen ab Pfingstsonntag durch NRW – auf der verspätungsanfälligen Strecke zwischen Wesel und Koblenz. Der private Bahnbetreiber National Express übernimmt die Linie RE 5 mit dem Fahrplanwechsel in diesem Sommer und wird die modernen RRX-Züge einsetzen. Bisher waren  auf der Strecke Züge der Deutschen Bahn  unterwegs.

Für Reisende und Pendler erhofft sich der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erhebliche Verbesserungen: Aktuell sei die Linie als eine der Strecken mit dem höchsten Fahrgastaufkommen „ein Sorgenkind in Sachen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit“, hieß es vom VRR mit Sitz in Gelsenkirchen. Generell seien die 160 km/h schnellen Siemens-Züge pünktlicher. Durch ein modernes Wartungs- und Reperaturdepot garantiert der Hersteller Siemens zudem, dass immer Züge verfügbar sind.

Rhein-Ruhr-Express: Reisende und Fahrgastverband loben das bisherige Angebot

Die ersten RRX-Züge waren vor einem halben Jahr auf der Linie RE 11 zwischen Düsseldorf und Kassel an den Start gegangen. Reisende und Fahrgastverband Pro Bahn zeigten sich sehr zufrieden mit dem Angebot, das der Bahnbetreiber Abellio übernommen hat.

Und so geht der Ausbau des RRX-Systems weiter:
  • Im Dezember 2019 erfolgt die Umstellung des RE 6 zwischen Köln/Bonn-Flughafen, Ruhrgebiet und Minden.
  • Im Juli 2020 ist der RE 1 von Aachen über das Ruhrgebiet nach Hamm an der Reihe.
  • Ab Dezember 2020 rollt der RE 4 als RRX von Dortmund über Düsseldorf nach Aachen

RRX-Ausbau ist erst im Jahr 2030 endgültig abgeschlossen

Bis der RRX wie geplant im 15-Minuten-Takt Köln und Dortmund verbindet, werden aber noch Jahre vergehen. Dazu ist zunächst ein umfangreicher Ausbau des Schienennetzes nötig. Doch viele der geplanten Bauabschnitte – so der wichtige Abschnitt zwischen Duisburg und Düsseldorf – befinden sich noch in der Genehmigungsphase. Vor 2030 rechnen die Beteiligten nicht mit einem Abschluss.
2 KOMMENTARE
08.06.19 14:08

Genehmigungsphase

von bibi2.0

Und warum dauert das so lange, das sind 10 Jahre. Und das Thema RE - RE Süd -Herne -Bochum ist auch noch Thema. Alles so lahm und zäh hier mit diesen Leuten

08.06.19 08:56

Ist eine angenehme Aussicht

von Grundguetiger

Im neuen Zug auf alten nicht ausgebauten Netzen in die Verspätung zu fahren.
Naja, spätestens in zwanzig Jahren ist es ja soweit. Wenn nicht die A3 bis dann acht Spuren hat.
Dazu kommt Personal, deren Lohn und Rente nicht reichen wird, weil irgendwo sparen müssen die "Privaten"ja, sonst könnten sie nicht billiger sein. Die Zugausfälle wegen Mangel an Lokführern bei den Privaten sprechen da auch Bände.
Manchmal wünsche ich mir, meine Kinder wären dumm, dann würden sie wenigstens Verkehrsminister.

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