Störung: Kreishaus geräumt: Verteiler läuft heiß und entfacht Debatte um das Gebäude

Recklinghausen Wegen eines technischen Defektes musste das Recklinghäuser Kreishaus am Dienstagmittag geschlossen werden. Alle Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt. Bürger, die Termine mit Verwaltungsmitarbeitern vereinbart hatten, mussten unverrichteter Dinge wieder umkehren.

Das Problem war in der Stromhauptverteilung entstanden. Eine gemessene Temperatur von mehr als 100 Grad alarmierte die Verwaltungsspitze. „Zulässig sind maximal 70 Grad“, erklärte Kreissprecherin Svenja Küchmeister. „Um nichts zu riskieren, haben wir uns entschieden, das komplette Haus vom Stromnetz zu nehmen.“ Damit war an Arbeiten im Kreishaus nicht mehr zu denken. Eine Fachfirma kümmerte sich am Nachmittag um den Schaden; offenbar mit Erfolg: Der Kreis teilte später mit, dass der Dienstbetrieb an diesem Mittwoch normal wieder aufgenommen wird.

Während die Kreisverwaltung sich am Dienstag noch nicht in der Lage sah, eine Erklärung für das Geschehen abzugeben, mutmaßte die Kreistagsfraktion der Grünen, dass die Elektroinstallationen wegen der Hitze überlastet waren. Die Grünen sähen sich in ihrer Meinung zum maroden Zustand des Kreishauses bestätigt, so Fraktionsmitglied Holger Freitag, der eine „schnelle und umfangreiche Analyse zum Zustand des Gebäudes“ forderte. Das Kreishaus könne zu einer „gefährlichen Falle“ werden. Wenn die Analyse die Notwendigkeit ergebe, dass sämtliche Elektroinstallationen erneuert und weitere sicherheitsrelevante Probleme beseitigt werden müssten, stelle das ein unkalkulierbares Kostenrisiko dar, so Freitag.

Die Grünen hatten im Kreistag – gemeinsam mit SPD und FDP – für einen Neubau des Kreishauses gestimmt (mindestens 130 Mio. Euro). Ein vom Dorstener Uwe Kähler initiiertes Bürgerbegehren fordert, dass nur die sicherheitsrelevanten Mängel im Kreishaus beseitigt werden. Die Unterschriftensammlung ist noch nicht angelaufen.

Das Kreishaus ist 38 Jahre alt. Laut Verwaltung hat es in der ganzen Zeit keine nennenswerten Instandsetzungsmaßnahmen gegeben.
6 KOMMENTARE
25.07.18 18:26

Tja kalle814

von drust

Dann würde ich das Haus aus den 70 er einfach auch abreißen. Entspricht doch voll und ganz der Grünen Ideologie zwinkern

25.07.18 08:40

Sehr lustig ....

von kalle0814

.... hier melden sich ja wieder reichlich selbsternannte "Experten", die u.a. sogar Verschwörungstheorien in den Raum werfen.
Bei meinem Wohnhaus aus den 70´er Jahren war ein Großteil der Elektroleitungen zwar noch nicht hinüber, aber schon sehr angeschlagen. Die Isolierungen der Kabel waren teilweise porös.
In einem Verwaltungsgebäude, bei dem seinerzeit die Elektoleitungen für Schreibmaschinen ausgelegt wurden und immer mehr Belastung durch neue elektronische Geräte stattfindet, leiden die Leitungen noch mehr als in einem Privathaushalt. Da braucht es einen nicht zu wundern, dass die alte Technik das nicht mehr verpacken kann.

24.07.18 19:46

Was ist denn mit "DIE Grünen" los?

von less

Was ist denn mit Nachhaltigkeit und unnötigen Flächenverbrauch?

Ein Neubau widerspricht doch ureigensten Grünen Werten! Die Position der Grünen in dieser Sache ist einfach lächerlich!
Ich sehe und höre die Nachtigall trapsen....
Woher haben "Die Grünen" denn ihre Weisheiten und Erkenntnisse?

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