RECKLINGHAUSEN. „Das ist viel, viel schöner als ein Oscar“, freute sich Regisseurin Zeo Aldag, als sie gestern Abend in Recklinghausen zusammen mit Hauptdarstellerin Sibel Kekilli den Preis des 1. Kirchlichen Filmfestivals für ihr Werk „Die Fremde“ entgegennahm – nur einen Tag, nachdem das Filmdebüt Zaldags in sechs Kategorien für den Bundesfilmpreis „Lola“ nominiert worden war.
Im Cineworld gab es für die eindringliche und bewegende Geschichte über den Konflikt zwischen Tradition und selbstbestimmtem Leben, der eine türkische Familie ins Unglück stürzt, nicht nur den mit 2 000 Euro dotierten Preis und ein Ölbäumchen als symbolischen Anstoß für weitere ertragreiche Filmarbeit. Das Publikum feierte Aldag und Kekilli mit stehenden Ovation, was Regisseurin und Schauspielerin wiederum zu Tränen rührte. Ein Höhepunkt des Festivalprogramm, das noch bis heute Abend mit weiteren Glanzlichtern lockt.
Zu einem besonders bewegenden Erlebnis wurde auch die Aufführung des Films „Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen“, mit dem der Film am Freitag eröffnet wurde.
Noch bis heute Abend gibt es im Cineworld am Steintor Gelegenheit, hochkarätige Filme zu sehen und Regisseuren und Darstellern ins Gespräch zu kommen. Um 20 Uhr wird Schauspieler Hannes Jaenicke zur Aufführung des preisgekrönten Films „Waffenstillstand erwartet.
Worüber Regisseur Sönke Wortmann mit dem Publikum nach seinem Film „Die Päpstin“ diskutierte, warum Zoltan Spirandelli seinen Film „Vaya con Dios“ nach Recklinghausen brachte, ein Interview mit Schauspielerin Sibel Kekilli und mehr lesen Sie am Montag in unserer Ausgabe auf der Seite „Aus der Region“