Im Bühnenheim der Naturbühne Hohensyburg streikt die Heizung. Aufführungen sind zurzeit nicht möglich.
Der strenge Frost der letzten Wochen hat die Winter-Spielstätte, das Bühnenheim, komplett lahmgelegt. Die Wasserleitungen sind eingefroren und die Heizung hat ihren Geist aufgegeben. Nun müssen, nach dem verregneten Sommer 2011, erneut Vorstellungen ausfallen.
Einnahmen werden dringend benötigt
Für die Schauspieltruppe ein herber Rückschlag, werden die Einnahmen doch dringend benötigt, „und die Stücke im Winter sind fast immer ausverkauft“, sagt Sina Weber. Nicht ausverkauft war zwar die Premiere des neuen Stückes „Arsen und Spitzenhäubchen“ am 3. Februar, doch da fing das Elend an.
„Kurz vor der Vorstellung ist die Heizung ausgefallen“. Die Schauspieler trotzten der Kälte, die Besucher bekamen warme Decken und Glühwein, und so konnte wenigstens die Premiere über die Bühne gehen. Dann ging nichts mehr. Die Heizung war nicht mehr in Gang zu bekommen, beißende Kälte machte sich am Vorstellungsort breit.
Mehr Frostbeulen als Applaus
Selbst die Flüssigkeiten in den Requisiten erstarrten zu Eis. Wer hier Schauspielen will, bekommt zurzeit mehr Frostbeulen als Applaus. „Es ist schade für die Schauspieler, die so lange für das Stück geprobt haben“, sagt Sina Weber. Eine Verlegung der Vorstellungen käme auch nicht infrage.
Das Haus ist mit einem strikten Sommer-Probenplan dicht. Zurzeit haben die Schauspieler im Gebäude der AWO-Syburg Unterschlupf gefunden. Hier können sie wenigstens proben. Zurück in das Bühnenheim geht es erst wieder bei höheren Temperaturen.
„Wenn die Wasserleitung wieder aufgetaut ist, kann auch versucht werden, die Heizung wieder in Gang zu setzen“, so Sina Weber.
Vielleicht hat die Natur ja ein Einsehen und lässt zumindest noch die eine oder andere Vorstellung von „Arsen und Spitzenhäubchen“ zu.


