Generalkonsul Evren Gürsel (M.) anlässlich eines deutsch-türkischen Festes im Rathausfestsaal.
Im Bereich eines Verbindungsweges zur Promenade, der über das Gelände der gegenüber gelegenen Adolph-Kolping-Schule führt, fand die Polizei weitere vorbereitete Brandsätze. Hierbei benutzten die unbekannten Täter eine Bierkiste zum Transport. Sie füllten offenbar leere Bierflaschen mit Benzin und nutzten sie als Brandsatz. Im Gebüsch am Rande des Verbindungsweges wurden zwei auf Felgen gezogene und mit Benzin übergossene PKW-Reifen gefunden.
Staatsanwaltschaft vermutet Kurden-Proteste als Hintergrund
Hintergrund des Anschlags könnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft das Verbot eines kurdischen Fernsehsenders namens "Roj TV" sein, der von Dänemark aus sein Programm ausstrahlt. Der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte vor knapp zwei Jahren ein Sendeverbot für Deutschland aussprechen lassen. Zur Begründung hieß es damals, der Sender strahle Propaganda für die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK aus.
Das Bundesverwaltungsgericht hob jedoch Ende Februar nach einer Klage der Betreiber das von der Bundesregierung ausgesprochene Ausstrahlungsverbot auf. Dort konnte der Fall nämlich nicht letztgültig entschieden werden. Er wurde an den Europäischen Gerichtshof weitergegeben.
Größere Razzia in Belgien
In Belgien wurde Anfang März im Rahmen mehrerer Razzien der Polizei auch ein Studio des Senders "Roj TV" durchsucht. Dabei wurden nach Medienberichten mehrere Mitarbeiter festgenommen. Diese Razzien führten im Verlaufe der letzten Tage zu großen Kurden-Protesten in Belgien. In Brüssel sollen am Samstag sogar 8000 Demonstranten auf die Straße gegangen sein. Auch in Berlin gab es am Wochenende kleinere Proteste.
Das Generalkonsulat in Münster selbst wollte sich zum Anschlag am Montag nicht äußern.
Hier ist das Generalkonsulat:
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