Chronologie: Regierung vs. Opposition - Wie alles begann

Kiew (dpa) Der Machtkampf zwischen Regierung und Opposition lähmt die Ukraine seit Monaten. Neue Straßenschlachten haben die Lage jetzt weiter verschärft. Ein Rückblick:

  • Klitschko und Westerwelle

    Anfang Dezember führte Wladimir Klitschko den amtierenden Bundesaußenminister Guido Westerwelle über den Maidan. Foto: Tim Brakemeier/Archiv

21. November 2013: Kiew legt ein Assoziierungsabkommen mit der EU überraschend auf Eis. Tausende demonstrieren gegen die Entscheidung.

1. Dezember: Hunderttausende fordern den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch. Die Opposition um Vitali Klitschko fordert den Rücktritt der Regierung.

3. Dezember: Die Opposition scheitert mit einem Misstrauensantrag gegen Ministerpräsident Nikolai Asarow.

8. Dezember: Bei einem der größten Massenproteste seit Jahren fordern nach Oppositionsangaben eine halbe Million Menschen Neuwahlen.

13. Dezember: Ein erstes Treffen von Janukowitsch und Klitschko bringt keine Annäherung.

17. Dezember: Russlands Präsident Wladimir Putin sichert Janukowitsch einen Kredit über 15 Milliarden US-Dollar (rund 11 Mrd Euro) zu.

16. Januar 2014: Das Demonstrationsrecht wird verschärft.

19. Januar: Hunderte versuchen, das Parlamentsgebäude zu stürmen, 200 Menschen werden verletzt. Klitschko warnt vor einem Bürgerkrieg.

22. Januar 2014: Bei Zusammenstößen werden mindestens drei Demonstranten getötet, zwei durch Schüsse.

23. Januar: Ein Treffen des Präsidenten mit Oppositionsführern bringt keinen Durchbruch.

24. Januar: Janukowitsch kündigt eine Änderung der Verschärfung des Demonstrationsrechts an. Für Klitschko zu wenig: «Er muss gehen».

25. Januar: Die Opposition lehnt eine von Janukowitsch angebotene Regierungsbeteiligung ab.

26. Januar: Die Proteste werden in den Regionen ausgeweitet.

27. Januar: Opposition und Regierung einigen sich auf die Abschaffung der umstrittenen repressiven Gesetze vom 16. Januar und auf eine Amnestie für Demonstranten.

28. Januar: Regierungschef Asarow reicht seinen Rücktritt ein. Damit wolle er dem Land aus der Krise helfen, sagt er. Am Tag darauf legt Putin den zugesagten Kredit auf Eis.

4./5. Februar: EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton führt in Kiew Krisengespräche mit Regierung und Opposition. Außerdem geht es um mögliche EU-Finanzhilfe für die Ukraine.

17. Februar: Nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin spricht sich Klitschko für eine starke Rolle Deutschlands bei der Bewältigung der Krise aus.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    19. Februar 2014, 11:51 Uhr
    Aktualisiert:
    19. Februar 2014, 11:52 Uhr