SsangYong Rexton: Preiswert und komfortabel

MARL Selbstbewusst präsentiert sich seit November der neue SsangYong Rexton auf der Straße. Die dynamischen Linien in Richtung Motorhaube und Flanke lassen den Koreaner trotz seiner Wuchtigkeit sogar ein wenig elegant aussehen. Optisch muss sich das Modell damit nicht mehr hinter Touareg (ab 60.675 Euro, mit rund 100 PS mehr) oder Q7 verstecken.

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  • Rexton

    Bei der Optik und der Größe spielt der neue Rexton von SsangYong in der SUV-Oberklasse – besonders attraktiv sind dabei die günstigen Preise. —Foto: Randolf Leyk

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    Bei der Optik und der Größe spielt der neue Rexton von SsangYong in der SUV-Oberklasse – besonders attraktiv sind dabei die günstigen Preise. —Foto: Randolf Leyk

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    Bei der Optik und der Größe spielt der neue Rexton von SsangYong in der SUV-Oberklasse – besonders attraktiv sind dabei die günstigen Preise. —Foto: Randolf Leyk

Gleiches gilt für die Größe. 4,85 misst der Rexton in der Länge, bietet dank des Radstandes von knapp 2,87 Metern reichlich Platz im Innenraum. Und die Rückenlehne der hinteren Bank lässt sich in mehreren Stufen verstellen. In der Länge spielt er damit in der gleichen Klasse wie der VW.
Auch beim Fahrkomfort haben die Koreaner einen Sprung nach vorne gemacht, sind ihrem stelzigen Image entwichen. Ähnlich sieht es beim sehr guten Multifunktions-Touchscreen im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen aus – das war allerdings auch überfällig in einem Modell aus dem Land von Samsung, LG und Co.

Display zeigt sich gestochen scharf

Der bis zu 9,2 Zoll große, hochauflösende Bildschirm, über den auch das TomTom Navigationssystem gesteuert wird, ist gestochen scharf. Das Smartphone lässt sich so mittlerweile ebenfalls über „Apple CarPlay“ oder „Android Auto“ ins Fahrzeug einbinden.

Groß, größer Rexton – diese Attribute passen zu fast allen Ausstattungsdetails. Trotz der Größe bietet das Modell für uns eine sehr gute Rundumsicht. Groß wurden jedoch auch die Augen beim Blick auf den Verbrauch, selbst wenn beim Blick auf die Bauweise der Karosserie alles andere eine Illusion wäre. Auf der Autobahn kamen wir kaum unter 8,5 Liter, in der Stadt ging nichts zwischen zehn und zwölf Liter Diesel.
Innen bietet das Modell europäische Maßstäbe.

Modernen Applikationen

Die sehr modernen Applikationen im Innenraum, verbunden mit der hochwertigen Optik und den bequemen, belüfteten Nappaleder-Sitzen sowie der verstellbaren Rückenlehne auf der Rückbank haben bereits europäische Maßstäbe. Die 7-Stufen-Automatik von Mercedes-Benz (sie kostet allerdings 2500 Euro Aufpreis) verteilt die Kraft gefühlt optimal an die Hinterräder. Alternativ steht ein zuschaltbarer Allradantrieb für 2000 Euro zur Verfügung, der auf Knopfdruck eine sehr gute Traktion auf jedem Untergrund bietet. Wünschenswert wäre etwas mehr Power jenseits der 150 km/h, um auch dann zügig beschleunigen zu können.

Automatisches Notbremssystem mit Frontkollisionswarner

Endlich bietet SsangYong in seinem Vorzeige-SUV in puncto Assistenzsysteme einige Möglichkeiten mehr als bisher: Ein automatisches Notbremssystem mit Frontkollisionswarner ist ebenso zu bekommen wie ein Spurwarner, ein Spurwechselassistent mit Totwinkelüberwachung und Querverkehrswarner – teils sogar serienmäßig. Damit sind potenzielle Möglichkeiten zwar noch nicht ausgereizt, doch immerhin wurde die richtige Richtung eingeschlagen. Ach ja, dann wäre da ja noch die Geländetauglichkeit. Dank der Bodenfreiheit von bis zu 22,4 Zentimetern macht das Fahren auch abseits der Asphalt-Strecken Spaß. Wenn zukünftig ein durchzugsstärkere Motoren jenseits der 181 PS im Markt platziert und der Fahrkomfort bei hohen Geschwindigkeiten noch etwas zulegen würden, dann dürfte auch der Marktanteil nach oben entwickeln.
 
Motor: Verbaut ist ein 2,2-Liter--Diesel mit 181 PS und 7-Gang-Automatikgetriebe. Max. Drehmoment: 420 Nm bei 1600 bis 2600 Umdrehungen. CO2: 213 g/km, Abgasnorm: Euro 6.

Leistung: Höchstgeschwindigkeit 185 km/h. Von 0 auf 100 km/h: 11,9 Sek. Angegebener Verbrauch: ca. 8,1 Liter (kombiniert).Wir haben während des Tests etwa 9,5 Liter Diesel im Mix verbraucht. Im Stadtverkehr wurden es aber auch schon mal zwölf Liter. Anhängelast bis zu 3500 kg mit Automatik.

Karosserie: Länge 4,85, Breite 1,96 (ohne Spiegel), Höhe 1,83 Meter. Gepäckraumgröße 820 bis 1977 Liter. Leergewicht 2180 kg.

Preise: In der Grundausstattung gibt es den Rexton ab 30.990 Euro. Die Ausstattung Saphire mit Allrad kostet ab 41.190 Euro, unser Automatik-Testmodell mit den Extras wie Leder und LM-Felgen 49.190 Euro.


ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    11. Juni 2018, 13:26 Uhr
    Aktualisiert:
    11. Juni 2018, 16:29 Uhr